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Tim lebt!

Wie uns ein Junge, den es nicht geben sollte, die Augen geöffnet hat.

"Als wir damals an seinem Bettchen standen und er uns mit seinen blauen Augen anschaute, stand unsere Entscheidung eigentlich gleich fest: Wir nehmen ihn auf. Und wir haben es nie bereut. Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme.

Tim war nicht gewollt, seine Mutter hat ihn in der 25. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, weil er das Down-Syndrom hatte. Aber er wollte nicht sterben. Stundenlang lag er unversorgt im Kreißsaal und wurde schließlich nach einem Schichtwechsel gerettet. Sein Gehirn hat dabei schweren Schaden genommen, außerdem ist er Autist. Als 'Oldenburger Baby' hat er Medizingeschichte geschrieben und wurde zum Symbol einer Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen.

Aber dieses Buch ist kein Buch gegen Abtreibung - sondern ein Buch für das Leben. Es ist unser Geschenk zu Tims 18. Geburtstag."


Simone und Bernhard Guido

Mit 16-seitigem, farbigem Bildteil.
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  • Nr. 835038
  • · Gebunden, mit Schutzumschlag, 16 S. Bildteil, 272 Seiten
  • · 06/2015
  • · adeo
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Simone Guido
Tim lebt! (eBook)
Nr. 814743
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  • „Zu seinem 18. Geburtstag veröffentlichten seine Pflegeeltern nun das Buch 'Tim lebt' - ein Geschenk an den Jungen, den die beiden so lieben - trotz oder gerade wegen seiner Behinderung.“ RTL Punkt 12
  • „Simone Guido und ihr Mann wollen vor allem eines mit dem Buch vermitteln: Dass ein Leben mit einem Down-Kind nicht automatisch eine Katastrophe bedeutet, sondern auch bereichernd und sehr schön sein kann.“ Welt
  • „Gerade hat Tim seinen 18. Geburtstag gefeiert. Das ist ein Wunder, denn nach dem Willen seiner leiblichen Eltern wäre er jetzt nicht am Leben. Sie hatten sich zu einer Spätabtreibung entschlossen, weil bei dem Ungeborenen das Down-Syndrom diagnostiziert wurde. Wider Erwarten starb Tim bei dem Schwangerschaftsabbruch nicht. Seine Pflegeeltern haben ein bewegendes Buch über das Schicksal des Jungen geschrieben.“ t-online.de
  • „Wunder geschehen! Das hat Tim längst bewiesen.“ Bild der Frau
  • „Tim ist wirklich ein Kämpfer. Zahlreiche Krankheiten und Schwierigkeiten hat er immer wieder überstanden. Ein unglaublicher Lebenswille steckt in dem nun bald 18-jährigen Jungen - von der ersten Minute seines Lebens an. Über ihr Leben mit Tim haben Simone und Bernhard Guido ein Buch geschrieben, das gerade unter dem Titel "Tim lebt!" erschienen ist.“ wunderweib.de
  • „Das Buch ist eine Hommage an die Kraft und das Wunder des Lebens. Es erzählt zugleich die Geschichte von Menschen, die sich für das Lebensrecht aller einsetzen.“ Hamburger Abendblatt
  • „'Tim liebt Achterbahnfahren,' sagt die Pflegemutter. 'In der Schlange geht er ganz cool an allen vorbei, und sie lassen ihn vor.' Am liebsten sitze er in der ersten Reihe, jauchze und reiße die Arme hoch. 'Wie ein Profi.'“ Hannoversche Allgemeine
  • „Mit ihrem Buch 'Tim lebt!' (adeo Verlag) möchten Simone und Bernhard nunzum Umdenken anregen: 'Aktuell werden neun von zehn Föten mit Down-Syndrom abgetrieben. Würden mehr zur Welt kommen, wären Berührungsängste bald Vergangenheit. Und es gibt so viel Schönes mit ihnen zu erleben.'“ Woman
  • „Tim hat vor 18 Jahren seine eigene Abtreibung überlebt. Er wollte unbedingt leben und glücklich sein.“ Bella
  • „Eingewickelt in ein Tuch lag er stundenlang im Kreißsaal und atmete entgegen der Erwartung des Klinikpersonals einfach immer weiter. Nach neun Stunden entschieden die Ärzte, das Baby mit dem starken Überlebenswillen nun doch medizinisch zu versorgen. Damals war Tim 32 Zentimeter groß und wog 690 Gramm.“ Lydia
  • „Tim (18) sollte gar nicht leben. Seine Mutter wollte ihn abtreiben, weil er Trismonie 21 hat - das Down-Syndrom. Wie durch ein Wunder überlebte er. Bei Familie Guido fand der Junge ein neues Zuhause.“ Freizeit Revue
  • „Tim wurde abgetrieben. Jetzt wird er 18.“ idea
  • „Am 6. Juli feiert der junge Mann seinen 18. Geburtstag [...]. Die Pflegeeltern Simone und Bernhard Guido haben ein besonderes Geschenk für ihn: Gemeinsam mit der Autorin Kathrin Schadt haben sie seine berührende Geschichte aufgeschrieben.“ Nordwestzeitung
  • „Der Junge mit Down-Syndrom, der eigentlich gar nicht leben sollte, feiert am Montag seine Volljährigkeit. Er hatte eine Spätabtreibung überlebt. Seine Pflegeltern erzählen, wie sie sich sich in ihren Tim verliebten und warum nun zwei weitere Kinder mit Down-Syndrom die Familie bereichern.“ NWZ online
  • „In "Tim lebt!" ziehen Bernhard und Simone Guido Bilanz. "Das Leben anzunehmen, darum kämpfen und glücklich sein, ist etwas, was wir durch Tim gelernt haben" schreiben sie.“ Münchner Merkur
  • „Ein liebenswertes Buch ohne Gefühlsduselei oder Kitsch, sondern mit einem sympathisch realistischen Tonfall.“ L.I.E.S.
  • „Als seine Mutter im sechsten Schwangerschattsmonat erfährt, dass er das Down Syndrom hat, treibt sie ab. Doch Tim überlebt - ein Wunder!“ ethos
  • „Tims Lebenswille und die bedingungslose Liebe und Fürsorge, die die Guidos ihm entgegenbringen, ist so beeindruckend, dass man ihre Geschichte mit größter Dankbarkeit liest.“ Lutherische Kirche
  • „Weil er aber über Stunden ohne Versorgung blieb, hat er neben seiner Behinderung weitere schwere Einschränkungen. Doch Tim ist ein Kämpfer. Und er hat liebevolle Pflegeeltern: Simone und Bernhard Guido haben Tim aufgenommen und in den letzten Jahren begleitet. Sie haben ihm unendlich viel gegeben. Und sie haben ihre Entscheidung nie bereut: "Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme."“ Blog der Zeitschrift Family
  • „Eine Familie, ein Ehepaar, das sich einlässt auf ein anderes Leben. Das dafür unheimlich viel Kraft aufwendet, und sich doch reich beschenkt fühlt. Das anders lebt, tiefer atmet, einer inneren Berufung folgt.“ Blog des Neufeld-Verlages
  • „Das aufrüttelnde Buch gibt Einblick auch in aktuelle Problematik und Folgen von pränataler Diagnostik und Spätabtreibung, macht zugleich auf die Bereicherung, die das Anderssein behinderter Menschen bedeutet, aufmerksam und ist ein deutliches Ja zum Leben in jeder Form.“ ekz Bibliotheksservice, Beatrix Szolvik
  • „Tim wollte nicht sterben. Er kämpfte sich ins Leben!“ Stiftungsbrief
  • „Über Tims Geschichte hat Familie Guido nun ein Buch geschrieben: «Tim lebt!». «Es ist kein Buch gegen Abtreibung - sondern ein Buch für das Leben. Es ist unser Geschenk zu Tims 18. Geburtstag», sagt Simone Guido.“ jesus.ch
  • „Diese vielen Perspektiven sorgen dafür, dass der Leser keine einseitige Stellungnahme erhält. Natürlich überwiegt die positive Einstellung, doch wird das Bemühen deutlich, die leibliche Mutter von Tim nicht zu verurteilen. [...] Ein Buch, das den Leser nicht unberührt lässt.“ Lehrerbibliothek.de
  • „Tim hat sich ins Leben gekämpft“ Christ in der Gegenwart
  • „Weil er das Downsyndrom hat, sollte sein Leben enden, noch bevor es begonnen hatte. Doch Tim überlebte den versuchten Schwangerschaftsabbruch. Er kam in eine Pflegefamilie. Am 6. Juli wurde er volljährig.“ Im Blickpunkt
  • „Ein eindrucksvolles Buch mit 16 Bildseiten vom Leben mit Tim in seiner Pflegefamilie, das die Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen neu anregen möchte.“ wir - gemeinsam unterwegs
  • „Ein blonder Wuschelkopf. Ein offenes Lächeln. Wache blaue Augen. Tim ist sichtbar.“ Osnabrücker Zeitung
  • „Neun von zehn Kinder mit Down-Syndrom werden getötet, bevor sie zur Welt kommen. Auch Tim war nicht gewollt, überlebte aber seine Abtreibung in der 25. Schwangerschaftswoche.“ Katholisches Sonntagsblatt
  • „Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht, hier geht es nicht nur um das Schicksal eines einzelnen Jungen, sondern um viel mehr, nämlich um existentielle Fragen, um die Würde des Menschen und um das Recht auf Leben.“ klusiliest.blogspot.de
  • „Wer zu dieser Lektüre greift, muss wissen: Tims Schicksal bewegt - man kann das Buch nicht lesen und zurück ins Bücherregal stellen. Tims Geschichte macht nachhaltig traurig, wütend und spendet Hoffnung. Das macht es besonders lesenswert.“ erf.de
  • „Das Buch lässt sich gut lesen, regt an und regt auf, zwingt zum Nachdenken und zum Überdenken eigener Standpunkte und gehört m. E. unbedingt mit dazu, wenn es um die Themen Abtreibung, Adoption, Lebensglück, Krankheit und Behinderung geht!“ echt
  • „Zu seinem 18. Geburtstag machten Simone und Bernhard Guido ihrem Pflegesohn Tim ein ganz besonderes, rührendes Geschenk: Sie schrieben für ihn das Buch 'Tim lebt!'. Eindrucksvoll beschreiben sie darin Tims unglaublichen Lebenswillen. Sie lassen Pfleger, Ärzte und Familienangehörige zu Wort kommen und erzählen von ihrem Alltag, den Hürden, den Höhen und den Tiefen.“ Viel Spass

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ohne Angabe, 04.07.2015

Über das Leben von und mit Tim.

 

Inhalt:

Das Ehepaar Guido berichtet aus ihrem Leben mit Tim und aus Tims Sicht.

Von Anfang an; wie es sich "ergeben" hat, dass Tim ihr Pflegekind wurde und wie sie als Pflegeeltern mit der Situation, dass Tim das Down-Syndrom hat, umgehen; über ihre Problem im Alltag und ihre Zuneigung zu Tim.

Aber es kommen auch andere Personen zu Wort: Die beiden Kinder, Marco und Pablo, des Ehepaares, eine Freundin der Familie, die Ärztin ist, der damalige Gynäkologe und Pränataldiagnostiker bei Tims "Geburt", u.a.

 

Hint: Es war nicht geplant, dass Tim seine "Geburt" - eine Abtreibung - "überleben" sollte; nun ist er ein 18-jähriger junger Mann.

 

Meine Meinung:

Die Aussagen der befragten Personen wurden wort-wörtlich wieder gegeben ohne diese vorher "aufzubereiten", so sind bspw. umgangssprachliche Formulierungen enthalten.

 

Positiv fand ich, dass auf der leiblichen Mutter von Tim nicht "herumgehackt" wurde, sondern dass, soweit bekannt, "neutral" über sie, ihre "Lage" und ihre Entscheidung berichtet wurde; soweit dies natürlich bei einem so emotionsbeladenen Thema möglich ist. Auch wenn einige Personen "neutral" evtl. auch "sachlich-emotionslos" berichten, lässt einem dies als Leser dennoch die Schwere und Tragweite eines (späten) Schwangerschaftsabbruchs mit all dem daraus resultierenden Folgen und Gefühlschaos sehr deutlich spüren.

ohne Angabe, 07.07.2015

Tim lebt! Eigentlich ist es erschreckend und traurig, wenn diese Tatsache etwas Besonderes ist, doch bei Tim ist es so.

Tim ist das berühmte Oldenburger Baby. Nachdem seine Mutter erfahren hatte, dass ihr Baby das Down-Syndrom hat, entschloss sie sich zur Abtreibung. Doch Tim überlebte, was damals bei Spätabtreibungen recht häufig vorkam (seither tötet man die Kinder vor der Abtreibung – „zur Sicherheit“). Und er lebte ohne medizinische Versorgung als Extrem-Frühchen nach 9 Stunden immer noch, obwohl er bei seiner Geburt unter 700 Gramm gewogen hatte und eigentlich sofort Sauerstoffversorgung und ein Wärmebettchen benötigt hätte. Als dann schließlich beim Schichtwechsel lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet wurden, gaben die Ärzte ihm aufgrund der schweren Beeinträchtigungen - die hauptsächlich durch die Abtreibung und die Nicht-Versorgung entstanden waren - höchstens ein Jahr. Heute wird er 18 und hat hoffentlich eine wunderbare Geburtstagsfeier. Dieses Buch ist das Geschenk seiner Pflegeeltern an ihn - obwohl er es selbst wohl nie lesen können wird, so können doch viele Menschen dadurch seine Geschichte erfahren.

Tim hatte Glück, denn statt im Heim landete er in einer liebevollen Pflegefamilie und bekam auf einen Schlag neben den Eltern noch zwei ältere Brüder. Seine Betreuung war und ist sehr zeitintensiv – nicht allein aufgrund des Down-Syndroms, sondern vor allem wegen der Einschränkungen, die er durch die Abtreibung und die fehlende Versorgung sowie den langen Krankenhausaufenthalt hat. Und trotzdem würden die Guidos ihn niemals wieder hergeben, bereuen ihre Entscheidung nicht und ermutigen jeden dazu, das Leben in seiner Unterschiedlichkeit anzunehmen. Für sie ist klar: Ein Kind mit Behinderung ist nicht „das Schlimmste, was einem passieren kann“. Und auch Tim selbst ist trotz seiner Behinderung glücklich.

Das Buch besteht aus verschiedenen Teilen. Da ist einmal die Geschichte, die Kathrin Schadt erzählt. Über das, was vor Tims Geburt geschah, über die Umstände während seiner Geburt, und das Leben bei Familie Guido. Zahlreiche Interviews zeigen die unterschiedlichen Facetten von Tims Leben und den Auswirkungen, die seine Geburt auf die Öffentlichkeit hatte. Neben den Pflegeeltern berichten die Brüder, Freunde und Verwandte der Familie, frühere Pflegekräfte, Ärzte, Tims Schulleiter. Auch kritische Stimmen kommen zu Wort. Es wird die Frage gestellt, warum das Ehepaar Guido sich die Pflege und Betreuung von Tim zugemutet hat und immer noch zumutet und ob die eigenen, inzwischen erwachsenen Söhne dadurch nicht zu kurz gekommen sind. Gleichzeitig spielt das Buch an Tims Geburtstag, also heute. Klar ist somit, dass dieser Teil fiktiv ist. Die Geburtstagsvorbereitungen werden beschrieben, Gäste, Tims Verhalten - sicher alles sehr nah an der Realität, da Kathrin Schadt Tim und seine Umgebung besucht und kennengelernt hat und natürlich mit den Pflegeeltern über die geplante Feier gesprochen hat. Aber natürlich ist es nicht die Realität.

Obwohl ich den literarischen Grund für diese Entscheidung verstehe, empfinde ich dies bei einem Tatsachenbericht doch eher als störend. Hätte es so sehr geschadet, wenn das Buch erst in zwei oder Wochen erschienen wäre? Großteile der Geschichte wären ja im Vorfeld bekannt gewesen, sodass eine schnelle Bearbeitung und ein rascher Druck sicherlich möglich gewesen wären.

Ansonsten ist für eine Art Biografie oder Tatsachenbericht diese literarische Umsetzung ungewöhnlich, aber durchaus gelungen. Kathrin Schadt erzählt interessant, baut den Handlungsstrang geschickt auf, erzeugt Überraschungsmomente, indem sie am Tag der Geburtstagsfeier die Personen teilweise so in Aktion treten lässt, wie es in Tims Leben geschah (allzu viel möchte ich hier nicht verraten). Die Interviews dagegen wurden nur wenig verändert, man stolpert vereinzelt über Grammatikfehler - aber das ist gewollt, man hat sich bewusst dafür entschieden, die Interviews recht umgangssprachlich zu belassen, weil es wichtig erschien, damit darzustellen, wie natürlich Tim eingebunden ist und wie die ganze Familie Guido ihre Aufgabe auffasst (Hinweis: diese Information habe ich nach Rückfrage beim Verlag erhalten).

Über Tims leibliche Mutter, seinen Vater und die Ärzte wird sehr neutral berichtet. Da gibt es keine Schuldzuweisungen außer an eine Gesellschaft und Rechtsprechung, die es erlaubt, lebensfähige Kinder noch nach dem 6. Schwangerschaftsmonat zu töten (bzw. die es überhaupt erlaubt, eine Auslese zu treffen), und die unzureichend darüber aufklärt, wie ein Leben mit einem behinderten Kind wirklich ist oder welche anderen Möglichkeiten es noch gäbe (Adoption, Pflegefamilie). Das Buch will jedoch nicht verurteilen, sondern Wege aufzeigen, wie man mit der Diagnose Down-Syndrom leben oder Kindern mit Down-Syndrom eine Heimat bieten kann.

Tim lebt! Trotz aller Umstände ist er glücklich und feiert heute seinen Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch, lieber Tim! Ich wünsche dir alles, alles Gute, jeden Tag Freude am Leben und an deiner Familie, weiterhin viele liebe Menschen, die dich so nehmen, wie du bist. Deine Geschichte inspiriert!

P. S. Viel Spaß mit Papito!

ohne Angabe, 15.07.2015

Meine Meinung

 

Story

Ich habe dieses Buch vom Gerth Medien Verlag zu Verfügung gestellt bekommen, da ich mich für die Thematik sehr interessiere. Als Mutter fällt es einem schwer zu verstehen, warum man ein Kind versucht abzutreiben, so wie es Tims Mutter getan hat. Zum Glück hat Tim, sich allen Prognosen widersetzt und hat den Ärzten gezeigt, dass er leben möchte, obwohl er an einer schweren Form des Down Syndroms leidet und zudem noch große Schäden von der Abtreibung aufweist. Tim kämpft sich ins Leben.

 

Tim war mir sofort sympatisch. Der Junge der ständig lächelt und eine wahnsinnige Energie ausstrahlt. Kaum zu glauben das man ihn nicht gewollt hat. Die Familie Guido war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Wie aufopfernd sie sich um Tim uns später sogar um Melissa und Naomi gekümmert haben und ihr komplettes Leben einfach von heute auf morgen umgestellt haben, ist einfach bewundernswert.

 

Dieses Buch bietet dem Leser einen Einblick in das Leben der Guidos und schildert alle Höhen und Tiefen, die so eine Entscheidung mit sich bringt. Denn natürlich gibt es nicht nur gute Tage, denn die Guidos müssen auch durch viele Tiefen und auch Niederlagen verkraften. Sie kommen oft an ihre körperlichen Grenzen, aber bekommen von Familie und Freunden große Unterstützung, um sich auch mal ein paar Tage eine Auszeit zu gönnen und um neue Kraft zu tanken. Auch die leiblichen Söhne, Marco und Pablo müssen oft Verzicht üben und hinten anstehen, aber lieben die Pflegekinder und bringen großes Verständnis auf.

 

Schreibstil

Das Buch wird aus der Sicht der Familie Guido geschildert. Mal von Vater Berhard und Mutter Simone sowie von den Söhnen Pablo und Marco, aber auch von Verwandten, Freunden, Pflegern und Ärzten. So bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der Familie aber auch in Tims Alltag. Außerdem wird einem viel über die Abtreibungsgesetze in Deutschland erzählt und natürlich auch den Medizinischen Einblick in ein Leben mit Down Syndrom, auch bekannt als Trisomie 2.

 

Charaktere

Natürlich kann man hier nicht von Protagonisten sprechen, denn die Guidos sind reale Personen die eine sehr große Herausforderung angenommen haben, Ich mochte die Familie von Anfang an sehr. Ich bewundere ihren Mut, ihre Kraft und alles was sie ausmacht. Tim ist ein wunderbarer Mensch und man kann nach dem man das Buch beendet hat, guten Gewissens sagen, dass man einen tollen Menschen und seine Familie kennen gelernt hat und ein kleines bischen Teil an ihrem Alltag hatte.

 

Meine Meinung

„Tim lebt!“ ist ein wunderbares Buch über das Leben, den Glauben die Kraft und die Liebe. Ich habe das Buch nur ungern aus der Hand legen wollen, da mich Tims Story und die seiner Familie richtig gefesselt hat. Guten Gewissens kann hier volle fünf von fünf Sterne geben und eine absolute Leseempfehlung.

ohne Angabe, 17.07.2015

Als seine Mutter in der 25-igsten Schwangerschaftswoche erfährt,dass ihr Kind an dem Down-Syndrom leiden wird, läßt sie eine Spät-Abtreibung vornehmen.

Tim überlebt seine eigene Abtreibung, bleibt 9 Stunden lang unversorgt liegen und kämpft dann 6 Monate auf der Intensivstation um sein Leben.

In der Pflegefamilie Guido wird er liebevoll aufgenommen.

Trotz vieler Probleme und weiterer schlimmer Krankenhausaufenthalte feiert er am Ende des Buches seinen 18. Geburtstag und zeigt wie lebensbejahend man auch als Schwerstbehinderter sein kann.

 

Diese Biographie zeigt die vielen Tiefen in Tims Leben auf.

Dank der liebevollen und fürsorglichen BEtreuung seiner Pflegefamilie, die viele Mühen und auch Überforderungen auf sich nimmt, um Tim die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen, wächst Tim zu einem glücklichen und lebensfrohen Menschen heran.

Aus den verschiedensten Perspektiven wird Tims Schicksal in immer weiderkehenden Rückblicken beleuchtet.

Tims Pflegeeltern, seine Pflegegeschwister, seine Betreuer und Ärzte und andere Bezugspersonen berichten über seinen Werdegang.

Der Leser erfährt einiges über die rechtlichen Hintergründe einer Spätabtreibung und Tims Fall wird zum Anstoß über eine heftige öffentliche Diskussion.

Deutschland als Leistungsgesellschaft, die Andersartigkeit nicht akzeptiert und besonders eine Behinderung in zu leistende Geldwerte umrechnet, der niemals ein entsprechend geleistetes Bruttosozialprodukt gegenüberstehen wird.

Deese Tatsache ist mir als Mutter einer leichter behinderten Tochter auch schon bewußt geworden.

Spätestens wenn der Behinderte auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden soll, stößt man immer wieder an Grenzen.

 

Das Buch erschüttert den Leser, rüttelt wach und regt zum Nachdenken an.

Wenn es mehr mutige und aufopferungsvolle Menschen und Familien wir die Guidos geben würde, wäre die Welt eine viel bessere.

ohne Angabe, 04.08.2015

Als Tims leibliche Mutter in der 24. Schwangerschaftswoche erfährt, dass er das Down Syndrom hat, entschließt sie sich, ihn abzutreiben. Doch Tim überlebt seine eigene Abtreibung und bekommt nach 9 Stunden ohne Versorgung endlich Hilfe. Als Familie Guido, gerade frisch als Pflegeeltern registriert, Tim kennenlernt, sind sie gleich hin und weg - trotz der schweren Behinderung, die er durch die Nichtversorgung davon getragen hat, von der man aber anfangs noch nichts wusste. Sie haben selbst schon zwei kleine Söhne und nehmen Tim nach einigen Überlegungen auf.

 

In ihrem Buch - welches das Ehepaar Guido zusammen mit Kathrin Schadt anlässlich Tims 18. Geburtstag geschrieben haben - beschreiben sie das Kennenlernen, die Probleme, den Alltag, die Entwicklung von Tim und alles rund um das Familienleben. Zwischendurch geht es auch immer wieder um das Thema Spätabtreibung. Was hat sich verändert, seit Tims Geschichte bekannt wurde? Wie läuft so eine Abtreibung ab? Warum leben einige Kinder danach noch? Was sagt das Gesetz dazu? Zu Wort kommt sowohl die Familie, als auch Freunde, Ärzte und Pfleger.

 

Tims Geschichte zeigt, dass das Thema Abtreibung noch mehr diskutiert werden muss, es mehr Aufklärung für die betroffenen geben muss. Öfter sind die Diagnosen nur Vermutungen, so dass einige Kinder völlig gesund gewesen wären. Auch sollte noch mehr gezeigt werden, wie Familien mit behinderten Kindern geholfen werden kann. Familie Guido tappte da leider oft im dunkeln und musste Antrag um Antrag stellen bis sie zum Ziel kamen. Dennoch möchte die Familie nicht als Gutmenschen hingestellt werden. Es hat sich einfach so ergeben, Tim hat sich seine Familie quasi selbst ausgesucht. Sie wollen eher zeigen, wie es geht, als Mitleid zu bekommen. Sehr gut gefallen hat mir, dass auf keiner Seite eine Wertung erfolgt. Weder Tims leiblichen Eltern gebenüber noch anderen Frauen, die abtreiben.

 

Leider fand ich den Aufbau des Buches sehr durcheinander. Immer wieder springt das Thema und man muss erstmal wieder überlegen, was grad dran ist. Das fand ich sehr störend. Auch das zwischen den vielen Aussagen von verschiedenen Personen immer wieder Textzeilen von Kathrin Schadt kommen, die in der Gegenwart spielen, macht das Lesen kompliziert. Auch fehlte mir, wenigstens im Ansatz, der christliche Glaube, immerhin ist adeo ein christlicher Verlag. Das Buch hätte so in jedem anderen Verlag erscheinen können. Schade, ich hätte gern gewusst wie die Guidos zum Glauben stehen (und ob er überhaupt eine Rolle spielt). Außer, dass beide sich in einer Kirche kennengelernt haben, konnte ich leider nichts dazu finden.

 

Dennoch eine sehr interessante Lebensgeschichte eines lebensfrohen Jungen, der nicht hätte leben sollen.

A. Kaufmann, 16.08.2015

„Es erstaunt, wie klein ein menschliches Wesen sein kann und dennoch am Leben“

 

„25 Wochen, ganze sieben Monate, erlebte dieses Kind die vertraute Enge im Bauch seiner Mutter. Danach kämpfte es sechs Monate lang, die meiste Zeit allein, im Großraum einer Intensivstation ums Überleben.“

 

Durch die Pränatal Diagnostik wurde im Jahre 1997 eine Schwangere mit einer erschreckenden Tatsache konfrontiert: eine Fruchtwasseruntersuchung bestätigte, dass ihr Kind mit dem Down-Syndrom (Trisomie 21) zur Welt kommen wird. Nach dem ersten großen Schock verweigerte die Frau ihrem Kind jegliche emotionale und körperliche Annäherung und verlangte, dass ihr ungeborener Sohn möglichst schnell „weggemacht wird“. Im Zuge einer eingeleiteten Spätabtreibung wurde Tim in der fünfundzwanzigsten Woche geboren. Da die Spätabtreibung nicht unverzüglich zum Tod des Kindes geführt hatte, wurde es „zum Sterben liegen gelassen“ und neun Stunden lang nicht versorgt. Durch diese „unterlassene Hilfeleistung“ muss Tim nun in seinem Leben nicht nur mit der Trisomie 21 fertig werden, sondern erlitt zudem auch noch schwere Schädigungen, die zahlreiche Operationen erforderlich machten und bis zum heutigen Tag zu gravierenden Beeinträchtigungen geführt hatten. Der Eintritt in diese Welt stand für den tapferen kleinen Jungen unter keinem guten Stern, doch als Familie Guido in sein Leben trat, bedeutete dies für Tim die Wende zum Guten. Obgleich Bernhard und Simone Guido zwei eigene, leibliche Kinder hatten, verliebten sie sich auf den ersten Blick in Tim und durften ihn nach einem längeren Aufenthalt in der Frühchen Station der Kinderklinik in Oldenburg als Pflegekind in ihre Familie aufnehmen. Es handelte sich hierbei um eine Bauchentscheidung gegen jegliche rationale Betrachtung und sämtliche Gegenargumente ihres gesamten Umfelds. Pablo und Marco Guido hatten nun einen kleinen, schutzbedürftigen und auf Hilfe angewiesenen Bruder bekommen, und für die Familie begann eine schwere Zeit des Lernens, aneinander Gewöhnens, aufeinander Rücksicht nehmen, was besonders für die Kinder keine leichte Aufgabe gewesen sein kann.

 

In diesem Buch erzählen die Guidos abwechselnd von ihrem Alltag mit einem schwerbehinderten Jungen, der bis zum heutigen Tage auf dem Entwicklungsstand eines Kleinkindes geblieben und auf Hilfe angewiesen ist. Sie berichten schonungslos offen von den anfänglichen Schwierigkeiten, mit denen sie nicht nur im täglichen Leben, sondern auch im Umgang mit Behörden und Ämtern konfrontiert wurden. Sie erzählen vom Zusammenhalt in der Familie und den Freunden, wie auch von der Distanz und der Reaktion der Öffentlichkeit, wenn sie als Familie unterwegs waren. Sie berichten voller Stolz von den kleinen Fortschritten, und lassen in ihrem Buch viele Menschen zu Wort kommen, die auf irgendeine Weise mit Tim zu tun hatten oder mit dem Jungen vertraut sind. In kursiver Schrift erzählen ehemals behandelnde Ärzte, Betreuer, Familienmitglieder oder Freunde und Verwandte von den Ereignissen um Tim aus ihrer eigenen Sichtweise. Besonders Simone Guido berichtet sehr viel über die intensive Beschäftigung mit Tims Krankheit und seiner Pflege. Sie betont aber auch die Notwendigkeit der Schaffung von Freiräumen und kleinen Auszeiten, die bei der Pflege eines schwer behinderten Kindes überlebensnotwendig sind, um nicht über die eigenen Grenzen zu gehen oder sie gar zu überschreiten. Sie gibt unumwunden zu, dass der Weg bis zum Eingeständnis, es alleine nicht mehr zu schaffen und Hilfe zu brauchen, ein schwerer Lernprozess für die Familie war.

 

Was mich bei diesem Buch besonders beeindruckt hat, war zunächst der offene Umgang mit Tims Einschränkungen, die schonungslose Schilderung der Alltagsprobleme, aber auch die Art und Weise, wie das Ehepaar auf Tims leibliche Eltern reagierte. Während Tims leiblicher Vater lange Jahre den Kontakt zu den Guidos aufrecht hielt, weigerte sich seine Mutter vehement, auch nur das Geringste mit ihm zu tun zu haben. Die Guidos verurteilen sie jedoch in keiner Weise, sondern versuchen, in ihrer Leserschaft Verständnis für die schwierige Situation zu aufkommen zu lassen, in der Tims Mutter sich vor seiner Geburt befunden hat. Sie plädieren für eine bessere Aufklärung, Beratung und Betreuung werdender Mütter, vor allem jener, die durch die Pränatal Diagnostik eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen haben. Die ganze Problematik der ungewollten Kinder jener Mütter, die mit einer Behinderung nicht zurechtkommen, ist durch Tims Fall besonders ins Bewusstsein gerückt worden.

 

Ich muss gestehen, dass mich die detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise der heute durchaus geläufigen Spätabtreibungen, die sogar noch bis zum Zeitpunkt des Einsetzens der Wehen stattfinden dürfen, zutiefst erschüttert hat. Ich hatte mich zuvor nie mit diesem Thema beschäftigt und war der Meinung, dass es nur in einem äußerst frühen Stadium und aufgrund medizinischer Indikation erlaubt sei, ungeborenes Leben zu töten. Fassungslos wurde ich in diesem Buch mit der grausamen Realität konfrontiert, dass Kinder noch im neunten Monat ermordet werden, weil bei einer Untersuchung vielleicht das Down Syndrom, zu kurze Arme oder Beine, oder eine Gaumenspalte diagnostiziert wurden. Für mich persönlich stellt sich hier die Frage, wie eine Spätabtreibung nicht nur vor Gott, seinem eigenen Gewissen oder dem Kind gegenüber gerechtfertigt werden kann, wenn das Gesetz dieses Leben NACH dem Zeitpunkt des Einsetzens der Wehen so konsequent schützt. Ist denn ein Kind wenige Stunden vor diesem Zeitpunkt kein menschliches Wesen, das Schutz bedarf?

 

An dieser Stelle möchte ich auch meinem Befremden Ausdruck verleihen, dass ein Buch, das in einem christlichen Verlag erschien, nicht den geringsten Bezug zum christlichen Glauben aufweist. Ich hätte mir zumindest zum kontroversen Thema der schockierenden Praxis von Spätabtreibungen in Deutschland eine Stellungnahme aus biblischer Sicht erwartet. Schade, dass dem nicht so war.

 

Abschließend möchte ich noch Passagen aus diesem zutiefst beeindruckenden Buch wiedergeben:

 

„Menschen mit Down-Syndrom sind aber viel mehr als die 'Dumm-glücklichen Behinderten, die fröhlich und unbedarft durch die Welt laufen'. Sie sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen, aber auch mit besonderen Fähigkeiten, die sich nicht nur auf ihre Herzlichkeit reduzieren lassen. Sie weisen auch eine spezielle Feinfühligkeit, einen anderen Blick auf die Welt, eine hohe soziale Kompetenz und eine Maßstäbe setzende Ehrlichkeit auf.“

 

„Damit insgesamt das Leben mit Behinderung in unserer Gesellschaft akzeptiert wird, müsste sich das Streben nach materiellen Dingen, das Streben nach Perfektion ändern, also ein Paradigmenwechsel in der Gesellschaft stattfinden.“

 

„Tim ist ein lebensfroher Mensch. Er bejaht das Leben hundert Prozent. Selbst wenn es ihm schlecht geht, sieht man ihm an, dass es ihm gefällt zu leben. Er ruht in seiner Mitte. Wenn wir4 es in einem Kernsatz bringen müssten, würden wir sagen: „Tim ist ein glücklicher Mensch“.

 

Dank den Guidos war es diesem Jungen möglich, in der Geborgenheit einer Familie aufzuwachsen. Ich würde ihm und seinen Geschwistern wünschen, dass er diese liebevolle Umgebung noch lange Jahre genießen darf.

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