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Volle Tonne, leere Teller

Was sich ändern muss. Gespräche über Armut, Verschwendung, Gerechtigkeit und notwendiges Engagement.

Jochen Brühl, Bundesvorsitzender der Tafel Deutschland, reist mit dem Zug kreuz und quer durch Deutschland und spricht mit Unterstützern und Kritikern seiner Arbeit über Fragen, die vielen unter den Nägeln brennen: Wie kann es sein, dass im reichen Deutschland Menschen arm sind? Was läuft da eigentlich genau schief? Ist nur der Staat verantwortlich? Wie können wir Lebensmittelverschwendung verhindern und sinnvolle Alternativen schaffen?

Ein streitbares Debattenbuch, das Pro und Contra zulässt, Missstände beim Namen nennt sowie zum Nachdenken und Mitmachen aufruft. Und ein leidenschaftliches Plädoyer für das Ehrenamt, ohne das es in Deutschland finster aussehen würde.

U.a. mit Jörg Pilawa; Moderator | Hannes Jaenicke; Schauspieler | Paula Schwarz; Unternehmerin | Henriette Egler; Bloggerin | Franz Josef Overbeck; Ruhrbischof | Barbara Hendricks; Bundesministerin a.D. | Gerhard Trabert; Arzt | Ulrich Schneider; Paritätischer Wohlfahrtsverband | Thomas Middelhoff; Ex-Manager | Irmgard Schwaetzer; Bundesministerin a.D. | Christina Brudereck; Autorin | Jürgen Kisseberth; Lidl | Raphael Fellmer; "Sirplus" | Tim Raue; Sternekoch | Sabine Werth; Tafelgründerin | Marianne Birthler; ExBundesbeauftragte für die Stasiunterlagen
  • Nr. 835237
  • · Gebunden, 15 x 22,7 cm, mit vielen Fotos, 240 Seiten
  • · 10/2019
  • · adeo
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Jochen Brühl
Volle Tonne, leere Teller (eBook)
Nr. 835805
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  • „Es geht nicht bloß ums Essen, denn die Tafeln haben eine viel größere Aufgabe, als Menschen nur mit Lebensmitteln zu versorgen.“ Domradio

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Grace2, 30.10.2019

Ein charmantes Buch, das viel Stoff zum Nachdenken gibt.

Der Autor Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland, stellt mit seinem Buch „Volle Tonne, leere Teller“ nicht nur die Arbeit der Tafeln vor, sondern führt viele Gespräche über Armut, Verschwendung von Lebensmitteln und Ressourcen, Gerechtigkeit und notwendiges Engagement.

In vielen Diskussionen und Interviews mit Unterstützern und Kritikern setzt sich Jochen Brühl mit den Fragen auseinander, die aktueller denn je sind. Fragen, wie es sein kann, dass in einem der reichsten und erfolgreichsten Ländern Menschen in Armut und Isolation leben, wer dafür verantwortlich ist, wie Lebensmittelverschwendung verhindert und Alternativen gefördert werden können. Fragen, die uns alle als Gemeinschaft in Deutschland betreffen.

Durch seine unterschiedlichen Interviewpartner/innen werden diese Fragen von allen Seiten kritisch beleuchtet und ergeben in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Bild zur aktuellen Lage in Deutschland. Die zentrale Frage für mich hat sich bereits aus einem Zitat im Vorwort ergeben: „Es wäre eine Katastrophe, wenn es die Tafeln nicht gäbe. Es ist aber auch eine Katastrophe, dass es sie geben muss.“ (Heribert Prantl).

Das Buch selbst liest sich hervorragend und trotz des ernsten Themas gibt es auch humorvolle Einwürfe. Sehr gelungen finde ich, dass nicht nur die Aussagen der Interviewpartner wiedergegeben werden, sondern auch die Situation des Gespräches und Hinweise zu Gestik, Mimik, Akzentuierung. So erlebt der Leser/die Leserin die Aussagen hautnah mit. Unterstützt werden die Aussagen noch durch die intensiven Schwarzweiß-Fotos von Reiner Pfisterer. Aber auch die Unterschiedlichkeit der Gesprächspartner habe ich als sehr bereichern empfunden. Nicht unbedingt neu, aber sinnvoll finde ich die vielen Hinweise am Ende jedes Kapitels zum Umgang mit Lebensmitteln. Wer sich noch nicht mit der Materie von Lebensmittelverschwendung auseinandergesetzt hat, wird hier viele Tipps finden. Insgesamt gesehen halte ich ist für ein hervorragend recherchiertes Buch, das nahezu alle Aspekte rund und die Frage der Tafeln und der Lebensmittelverschwendung umfasst und kaum eine Frage offenlässt. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, wird hiermit eine gute Grundlage erreichen. Und da es letztendlich die Gemeinschaft aller hier lebenden Menschen betrifft, halte ich es für jeden empfehlenswert.

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