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Am Abgrund der Menschlichkeit

Begegnungen mit Menschen auf der Flucht

Die überwiegende Zahl der Menschen, die aktuell ihre Heimat verlassen, tun dies nicht, weil sie in Europa das Paradies erwarten, sondern weil in ihrer Heimat die Hölle herrscht. Sie flüchten vor Krieg und Bürgerkrieg, sie flüchten vor Umweltkatastrophen, vor zunehmenden Dürreperioden, sie flüchten vor existenziell bedrohlicher Armut und vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung.

Als Arzt habe ich Menschen auf ihrer Flucht in der ganzen Welt behandelt. Ich habe ihr Leid miterlebt, ihre Angst, ihren Schmerz, ihre Hoffnungslosigkeit. Aber auch ihre Dankbarkeit, ihre Freundlichkeit und soziale Intelligenz - trotz all dem Erlebten. Lassen Sie mich also versuchen, Ihnen die Lebensschicksale von flüchtenden Menschen näher zu bringen. Ich möchte all jenen, die als anonym-abstrakte Zahl durch die Medien geistern, ein Gesicht und eine Stimme geben, die zu oft nicht gehört und verstanden wird.

Gleichzeitig möchte ich Hoffnung und Mut machen, weil wir die Situation von Menschen in Not unmittelbar verbessern können - sofern wir unsere Augen vor dem Leid in dieser Welt nicht verschließen und unser Handeln von Verantwortung, Solidarität und Mitgefühl bestimmt wird.
  • Nr. 835308
  • · Gebunden mit Schutzumschlag 13,5 x 21,5, 256 Seiten
  • · 09/2021
  • · adeo
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Gerhard Trabert
Am Abgrund der Menschlichkeit (eBook)
Nr. 835841
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julzpaperheart, 12.11.2021

„Es gibt imme​​​​​r noch zu viele vergessene Menschen auf dieser Welt, in unserer Umgebung sogar.“ (S.10)

 

In seinem Buch „Am Abgrund der Menschlichkeit“ möchte der Autor Gerhard Trabert, ein Arzt, der bereits viele Menschen auf der Flucht in der ganzen Welt behandelt hat, den Lesern einige Lebensschicksale von flüchtenden Menschen näherbringen und „damit denjenigen Menschen, die als anonym-abstrakte Zahl durch die Medien geistern, ein Gesicht und eine Stimme geben, die oft, zu oft, nicht gehört und verstanden wird“.

 

Der Leser begibt sich mit diesem Buch auf eine Reise durch die ganze Welt. Der Autor erzählt von Begegnungen mit Menschen auf der Flucht aus den verschiedensten Ländern, wie z. B. Slowenien, Bangladesch, Libanon, Griechenland oder Irak. Trabert erzählt die Erlebnisse aus seiner Sichtweise als Arzt, gibt aber auch weitere Informationen aus dem Leben der betroffenen Person und weitere Details und Fakten zu dem entsprechenden Land und der Kultur an den Leser weiter. Die Berichte werden ergänzt durch Karten, Fotos und Grafiken.

 

Optisch ist das Buch sehr ansprechend gestaltet und durch die Fotos bekommt das Ganze eine persönliche Note und wirkt viel authentischer und realer.

 

Seine Aussagen sind wissenschaftlich fundiert und belegt. Seine Erfahrungen sind sehr bewegend und ich kann es durchaus nachvollziehen, warum er sich entschieden hat ein Buch zu diesem Thema und seinen Erlebnissen herauszubringen.

 

Ich kann mich dem Autor nur anschließen. Ich bin auch der Meinung, dass über dieses Thema zwar schon viel gesagt wurde und doch immer noch zu wenig. Danke an jeden Einzelnen, der sich für Menschen auf der Flucht einsetzt, sie betreut und versorgt und auch an jeden, der sich für Menschenrechte im In- und Ausland einsetzt!

Grace2, 28.01.2022

Erschütternde Wahrheiten von den menschlichen Krisenherden der Welt. Absolut empfehlenswert!

 

Das neue Buch „Am Abgrund der Menschlichkeit – Begegnungen mit Menschen auf der Flucht“ von Gerhard Trabert zeigt die Tiefen und das Leid von Menschen, die ihre Heimat aus den verschiedensten Gründen verlassen mussten.

 

Schon gleich zu Beginn des Buches erinnert der Autor daran, dass vor circa 75 Jahren auch Deutsche auf der Flucht waren. Flüchtlinge, die vor dem Kriegsgeschehen des zweiten Weltkrieges flüchten mussten und sich hier eine neue Existenz aufbauen mussten. Leider ist die Erinnerung daran in den nachfolgenden Jahren verloren gegangen und nur noch wenige wissen, was es heißt, die Heimat aufgeben zu müssen und vor dem Nichts zu stehen. Vor 30 Jahren kam Gerhard Trabert zum ersten Mal in den Kontakt mit Menschen aus Krisengebieten. Es begann mit dem Jugoslawien-Krieg und dem ersten Einsatz in einem Flüchtlingslager. Seitdem ist der Autor als Arzt um die halbe Welt gereist, zu immer wieder neuen Einsätzen für die Flüchtlinge in dieser Welt. Eine Karte am Anfang des Buches zeigt die vielen, vielen Einsatzorte und jeder Punkt auf dieser Karte steht für unendliches Leid. Gründe für eine Flucht gibt es viele, dass Leid sieht fast immer gleich aus. Menschen, die alles aufgeben mussten und nun ums Überleben kämpfen. Als Arzt kann Gerhard Trabert äußere Leiden lindern, aber die psychischen Folgen bleiben.

In 18 Kapitel berichtet der Autor, was er in den verschiedensten Lagern gesehen und behandelt hat, er erzählt aber auch, wie diese Menschen immer noch bereit waren, das wenige, was sie noch hatten, mit ihm zu teilen. Gastfreundschaft und Gemeinschaft, wenn es gar nichts anderes mehr gab.

 

Mich hat dieses Buch zutiefst beeindruckt und mir ist klar geworden, wie wenig wir eigentlich wissen über das, was Menschlichkeit heißt. Die Einsätze von Gerhard Trabert lindern Leid, aber ist es nicht auch an uns allen zu zeigen, dass wir nicht vergessen haben, was es bedeutet ein Mensch zu sein? Neben den vielen erschütternden Berichten aus den Flüchtlingslagern dieser Welt lässt der Autor auch immer wieder viele Sachinformationen und Hintergrundwissen miteinfließen, das ist eine große Hilfe, um mehr Wissen für das Handeln bzw. Nichthandeln der Politik zu erhalten. Ergänzt werden die Berichte zusätzlich mit Fotos aus den Einsatzorten und was mich sehr angesprochen hat, Gedichte oder Gebete des Autors, die einprägsam noch einen anderen Blick auf das Leid werfen lassen. Ich halte dieses Buch für absolut empfehlenswert. Mögen es auch die Menschen lesen, die für dieses Leid verantwortlich sind.

 

Esther, 27.02.2022

Seit seiner Nominierung zum Bundespräsidenten ist Gerhard Trabert vielen hierzulande kein Unbekannter mehr. Sein Buch „Am Abgrund der Menschlichkeit“ ist eine Chronik seiner zahlreichen Hilfseinsätze als Arzt, beginnend 1992 im Jugoslawien-Krieg. Gleichzeitig ist es aber auch viel mehr als das. Es ermöglicht den Lesern, sich berühren zu lassen – von der Not und der Ungerechtigkeit, die Trabert nüchtern und doch empathisch beschreibt, und von den vielen, vielen Einzelschicksalen, die darin angerissen werden.

 

Ich muss gestehen, ich hatte etwas Angst vor dem Buch. Vor allzu detaillierten Schilderungen des Leids und Elends, dem Menschen auf der Flucht begegnen. Vor Hoffnungslosigkeit, die beim Lesen entstehen könnte – weil Hilfe immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein kann bei den Millionen von Geflüchteten, die es auf der Welt aktuell gibt.

 

Doch Trabert gelingt es, seine Leser abzuholen und gleichzeitig nicht zu überfordern. Er gibt Einblicke in seine persönlichen Erlebnisse und Empfindungen, die unter die Haut gehen. Ja, vieles ist schrecklich. Aber vieles lässt und ließe sich auch verändern. Deutlich zeigt er den politischen Handlungsbedarf auf und erzählt gleichzeitig von Mut machenden Fortschritten und Einsätzen, die sich gelohnt haben – sowohl für die Helfenden als auch die Hilfe empfangenden. Er beschreibt, wie Menschen, die alles verloren haben, ihren Helfern Hilfe anbieten. Menschlich sein und menschlich bleiben – dazu ermuntert dieses Buch.

 

Ich kann es nur wärmstens jedem empfehlen, der sich ein realistisches Bild über die Situation von Geflüchteten machen möchte (insbesondere in Europa), und selbst aktiv werden will.

 

Klare Kaufempfehlung!

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