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INFOS
Rebekka Rochlitzer im Interview

Die Natur, meine Familie & ich

Wie Rebekka Rochlitzer zu neuer Kreativität und Inspiration findet und wie der perfekte Nachmittag mit ihrer Familie aussieht, verrät die junge Künstlerin im Interview.

 

Liebe Frau Rochlitzer, wir freuen uns sehr, Sie als neue Künstlerin bei adeo begrüßen zu dürfen. Ihre Illustrationen sind wirklich etwas ganz Besonderes. Wie haben Sie Ihre Liebe zur Kunst entdeckt?

Danke! Auch ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit adeo! Den Drang und die Leidenschaft mich künstlerisch auszudrücken habe ich eigentlich schon seitdem ich denken kann. Besonders prägend in Erinnerung habe ich dabei die Zeichenstunden mit meinem Opa, der selbst ein begabter Freizeit-Künstler ist. Ich glaube, es hat generell viel Einfluss auf die persönliche Entwicklung, wie sehr man von der Familie und Freunden darin unterstützt wird, was man liebt und woran man Spaß hat. Ich war eben die „Künstlerin“ in der Familie und wurde schon sehr früh als Kind so betitelt. Damals noch mehr aus Spaß, da ich gerne überall zeichnete – sei es auf einem Blatt oder auch auf meinem Gesicht. Und diese besondere Position unter meinen vier Geschwistern gefiel mir ganz gut. Die Kunst ist also schon lange Teil meines Herzens und meiner Identifikation. Die wirkliche Ausrichtung auf berufliche künstlerische Arbeiten entwickelte sich dann während meines Studiums zur Kindheitspädagogin. In dieser Zeit konnte ich mich nebenbei viel ausprobieren und es führte eins zum anderen. Aus Familien-Auftragsarbeiten wurden erste Projekte und ein eigener Onlineshop mit Papeterieprodukten. Nun darf ich als selbstständige Illustratorin arbeiten und liebe es!


Ihre Motive vereinen das Schönste aus Flora und Fauna. Wie (oder wo) finden Sie Ihre Inspiration?

Am Anfang war ich noch gar nicht so festgelegt auf Natur-Motive und habe mich sehr viel ausprobiert. Mit der Zeit merkte ich jedoch, wie es mich immer wieder zu floralen Motiven hinzieht und ich daran am meisten Freude habe. Vor allem an Dingen, die sonst so unscheinbar wirken, wie beispielsweise zarten Gräsern. Ich glaube, dass Gott mich Stück für Stück genau an das heranführt, was mir wirklich liegt und wofür mein Herz schlägt. Denn für mich ist das mit der Inspiration so ein Allround-Ding. Ich liebe es nicht nur zu zeichnen, sondern auch das Stöbern auf Antikmärkten und das Einrichten unseres Altbaus in Kombination mit schönen frischen Blumen, die meine Umgebung beleben. Mein Mann muss überall am Straßenrand mit dem Auto halten, wenn ich etwas Schönes entdeckt habe und mitnehmen möchte. Ich nenne es immer ganz einfach „den Blick für das Schöne“ – ganz egal ob mitten in der Natur oder bei mir zu Hause. Und das zusammen inspiriert mich persönlich als Mensch in meiner Freizeit, als auch für meine beruflichen Projekte.


Folgt Ihre Arbeit immer einem bestimmten Ablauf, oder lassen Sie sich von Ihren Ideen führen?


Ich würde sagen, es ist ein guter Mix aus beidem. Bei vielen Dingen bin ich auf gewisse routinierte Abläufe angewiesen und auch froh sie zu haben (z. B. gerade in der Produktentwicklung mit Verlagen). Bei meinen eigenen Produkten kann es doch auch etwas chaotischer zugehen und es entstehen ganz oft kurzfristig Ideen, die ich eben gerade auf dem Herzen habe und dann umsetze. Beide Varianten braucht es meiner Erfahrung nach für eine effektive künstlerische Arbeit, an der man die Freude behält.


Wie würden Sie Ihr Atelier beschreiben? Welche Gegenstände dürfen an Ihrem Arbeitsplatz nicht fehlen?

Mein Atelier ist momentan noch eine Kompromisslösung und nicht besonders spektakulär, da wir bald umziehen werden und dort alles neu gedacht werden darf. Was ich aber liebe, ist das Arbeiten an einem großen Schreibtisch mit Blick aus dem Fenster und viel Licht. Nicht fehlen darf neben meinem Arbeitsequipment etwas zu trinken und Musik. Ich höre gerne ruhige klassische Musik, Hörbücher oder auch Lobpreis während ich zeichne. Ein paar Blumen oder Kerzen sind Bonus und bereiten mir eine extra gute Zeit, aber oft tut es für mich auch schon der Blick aus dem Fenster.


Sie sind glücklich verheiratet und Mutter einer bezaubernden Tochter. Wie sieht der perfekte Nachmittag im Hause Rochlitzer aus?

Meine Vorstellung von einem perfekten Nachmittag ist eigentlich sehr simpel, denn ich liebe unseren ganz normalen Alltag. Wir verbringen unsere Nachmittage meistens damit, gemeinsam zu vespern, Bücher zu lesen, raus an die frische Luft zu kommen, oder auch mal ruhig eine Serie zu schauen. Ein guter Mix aus Ruhe, Unternehmung, Spaß und Alltagsgedöns. Dabei wird bei uns auch mal viel Quatsch gemacht und es fliegen Kissen durch die Wohnung. Oder es wird ne Wand spontan neu gestrichen. Was will man erwarten bei zwei selbstständigen Künstlern als Eltern?! Ich lieb‘ unsere Zeit zusammen – egal wie die aussieht.


Reach for the stars: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Ich wünsche mir, dass ich in fünf Jahren weiterhin glücklich und erfüllt als Illustratorin arbeiten darf und immer wieder eine gute Balance zwischen Familienleben und Selbstständigkeit finde. Ich würde gerne mindestens ein Kinderbuch illustriert haben. Ich wünsche mir zudem Menschen an meiner Seite, die meine Visionen und Leidenschaften teilen und auch inhaltlich noch mehr an Projekten mit mir arbeiten. Mir liegt es auf dem Herzen Gottes Botschaft durch meine Produkte und Illustrationen an die Menschen zu bringen und Segen sein zu dürfen. Das ist so ganz alleine manchmal herausfordernd. Und wenn ich ganz kühn träume, dann gibt es da irgendwann und irgendwo ein eigenes altes Haus, an dem wir werkeln und uns ganz frei ausleben dürfen. Mit eigenem Atelier, knarrenden Holzdielen und großen Fenstern in den Garten raus.


Das Interview führte Hanna Pfeiffer.

 

 

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