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Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens

In diesem zauberhaften Buch machen Titus Müller und Gaby Trombello-Wirkus ganz neu Lust auf die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens. Wir erfahren von Titus Müller, warum Briefeschreiben glücklich macht und warum diese entschleunigende Art der Kommunikation gerade eine Renaissance erlebt. Auf seine unnachahmliche Art erzählt er Geschichten um besondere Briefe und Briefwechsel von Robert Schumann und Clara Wieck, Harry Rowohlt, Antoine de Saint-Exupéry, C.S. Lewis, Ludwig van Beethoven oder Rosa Luxemburg, die berühren und inspirieren.

Gaby Trombello-Wirkus, Grafikerin mit einer Passion für schönes Schreiben, trägt die "praktische" Seite bei: Was braucht man eigentlich, um einen schönen Brief zu schreiben? Mit praktischen Material-Tipps, einfachen Übungen, die eigene Handschrift zu verschönern, und inspirierenden Ideen, einen Brief stilvoll und lebendig zu entwerfen, weckt sie die Begeisterung, sofort loszuschreiben.
  • Nr. 835272
  • · Gebunden, Schutzumschlag, 2-farbig, 13,5 x 21,5, 224 Seiten
  • · 06/2020
  • · adeo
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  • „Viele Anregungen und schöne Stellen aus berühmten Briefen.“ Magazin LISA
  • „Ihre liebevoll zusammengestellten Tipps zu Material, Stil und Aufbau von Briefen und zur Optimierung der eigenen Schrift laden die Leser ein, selbst kreativ zu werden.“ BuchMarkt
  • „In Zeiten von Instant-Messaging verfassen Gaby Trombelio-Wirkus und Titus Müller eine Liebeserklärung an den Brief. In ihrem Buch geht es um die Faszination, die handgeschriebene Dokumente hervorrufen, um die Historie des Briefes und um mitreißenden Schriftverkehr bekannter Personen. Das Buch ist eine Entdeckungsreise. Es übermittelt Wissen, verbindet die Geschichte mit dem Heute und weckt gleichsam das Verlangen, etwas handschriftlich zu verfassen. Dabei liefert es direkt hilfreiche Vorschläge, wie man wieder mit dem Schreiben beginnen kann.“ RP Online
  • „Das Buch macht eine alte Kunst unvergessen und hat auch bei mir den Wunsch belebt, es neu zu versuchen.“ Blogspot verlorene-werke.blogspot.com

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lesendglauben, 19.06.2020

Tagelang hatte sie auf eine Nachricht von ihm gewartet. Der Gang zum Briefkasten wurde von Mal zu Mal schlimmer. Doch dann, endlich, war er da: sein Brief. Ihr Herz schlug heftiger, der Puls ging schneller und ihre Hände begannen zu schwitzen. In „Die vergessene Kunst des Briefeschreibens“ motivieren Titus Müller und Gaby Trombello-Wirkus den Leser eine vergessene Ausdrucksform wieder zu entdecken: den Brief.

Schon das Umblättern der Seiten verströmen Lust und Laune, die Kunstform des Briefeschreibens neu zu entdecken. In den Kapiteln wird gezeigt, weshalb Briefeschreiben glücklich macht und warum gerade der Mensch des 21. Jahrhunderts diese entschleunigende Art der Kommunikation wiederbeleben muss. Hierzu ein paar Zitate:

• „Unser „Weltwissen“, unsere Persönlichkeit geben dem Geschrieben das gewisse Etwas“.

• „Briefe speichern Erfahrungen bestimmter Lebensmomente und offenbaren das Leuchten der kleinen Augenblicke“.

• „Gelesene Briefe werden zu einem Teil von uns“.

• „Der Brief verströmt einen Hauch von Fernweh, von Sehnsucht nach realem Nahsein“.

 

Müller nimmt den Leser auf seine unnachahmliche Art mit und erzählt Geschichten um besondere Briefe und Briefwechsel von Robert Schuhmann, Antoine de Saint-Exupéry sowie C. S. Lewis und anderen. In die Erzählungen aus vergangener Zeit bringt sich Grafikerin Trombello-Wirkus ein und gibt praktische Tipps zum Verfassen von Briefen, da ein Brief ein Kunstwerk ist. Daher gilt es sich Gedanken über das Schreibwerkzeug, das Papier und den Untergrund sowie das Schriftbild zu machen. Praktische Materialtipps und wertvolle Anregungen ermutigen, sich Zeit zu nehmen, um einen „schönen“ Brief stil- und kunstvoll sowie lebendig und inhaltsstark zu entwerfen.

 

Im Kapitel „Ein Brief fühlt sich an wie Unsterblichkeit“ thematisieren die Verfasser die Rolle von Briefen, wenn es um die großen Fragen im Leben geht. „Briefe gehören von Anfang an zum christlichen Glauben“. Die Einzigartigkeit der Worte vermag Unvorstellbares. Worte transportieren Gefühle und Gedanken Gottes und tragen sie durch die Jahrhunderte. Hier lässt Müller besonders C. S. Lewis zu Wort kommen, der den christlichen Glauben beschreibt. Schließlich ist es Gottes Wort, das Macht hat und nicht Menschenwort.

 

Insgesamt werben die Autoren für das Wiederentdecken des Briefeschreibens, denn „das Schreiben eines Briefes macht hellwach und lebenszugewandt“. Es ist nun einmal diese Ausdrucksform von Worten, der es gelingt, auf einer einzigen Seite die ganze Welt zu eröffnen.

KleinerVampir, 26.06.2020

Buchinhalt:

In der heutigen digitalen Zeit ist ein handgeschriebener Brief etwas Besonderes. Ist das Briefeschreiben eine wirklich aus der Mode gekommene Kunst oder eine von Herzen kommende, wohl überlegte Botschaft aus Papier? Das Buch enthält zahlreiche Beispiele aus der Geschichte und von heute zum Thema Brief und dazu einige Tipps zur Verbesserung der eigenen Handschrift.

 

Persönlicher Eindruck:

Ich bin selbst ein Briefeschreiber. Ganz oldschool auf Papier und mit Tinte aus dem Füllfederhalter. Zudem fröne ich dem „Stampin-Hobby“, der Herstellung von Grußkarten mittels Stempeln und ausgestanzten Verzierungen, jede Einzelne ein Unikat. Was läge da näher, als dieses Buch?

Ich war gespannt, da das Buch eine interessante Mischung aus Briefen historischer Persönlichkeiten versprach plus Tipps und Hinweise, die eigene Handschrift zu optimieren.

Das Buch ist zweifarbig gedruckt, in schwarz und blau. Zudem sind zahlreiche Seiten im Negativdruck auf blauem Papier. Ziemlich exotisch würde ich meinen – doch leider im Praxisteil mit nur wenigen Fotos / Grafiken. Hier hätte man mehr herausholen können, zumal das Buch mit 18 € Verkaufspreis recht stattlich daher kommt.

Vielleicht ist das Buch auch gedacht für diejenigen, die erst neu mit dem Briefeschreiben anfangen wollen. Hinweise zu Basismaterialien wie verschiedenen Papieren, Tinten und Schreibgeräten sind vorhanden, ebenso Tipps zu Idee und Grund des Anschreibens, verschiedenen Inspirationen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Dazwischen wartet das Buch immer wieder mit Anekdoten aus Briefen unterschiedlicher Zeitgenossen wie Franz Kafka, Clara Schumann oder Rosa Luxemburg auf, die anzeigen, wie sich die Art des Schreibens über die Zeit verändert hat und was im Grunde auch heute noch unverändert ist. Ein Glossar mit weiterführender Literatur lädt zum Weiterlesen und –stöbern ein.

Mein Resümee nach 220 Seiten: ein interessantes Buch zum Thema, doch leider fehlten mir weiterführende Tipps und Anregungen. In diese Richtung hatte ich mir einfach mehr versprochen – mehr zum Mitnehmen in den Alltag, für meine nächsten Briefe. Mehr ausgefallene Ideen rund um den Brief. Dass ein Schriftbild schöner ist, wenn es gleichmäßig ist und eine Basisrichtung hat, dafür brauche ich kein Buch. Vielleicht richtet sich das Buch einfach an die Noch-nicht-Schreiber. Wer bereits Briefeschreiber ist, erfährt nicht wirklich viel Neues.

 

 

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