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Stimmen zum Produkt
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ALBRECHT-BENGEL-HAUS: Es ist kein Buch zum Lesen, sondern zum Beten. (...) Gedanken zum Gebet, Psalmen, Schöpfungsgeschichte und Texte von Teresa von Ávila führen über Impulsfragen ins eigene Leben.
Bewertungen
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von Kristina (Veröffentlicht am 11.11.2025)
Ruhepausen im Alltag finden
Wer sehnt sich nicht nach Pausen im Alltag, nach Zeiten, um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken? In seinem Buch „Lebensliturgien“ lädt der Autor und evangelischer Pfarrer Sebastian Steinbach zum Innehalten und Krafttanken durch regelmäßige Gebetszeiten ein. Die Texte des Buches stammen aus verschiedenen Staffeln des gleichnamigen Podcast und können durch einen zugehörigen QR-Code aufgerufen werden. Auf das kurze Vorwort folgen fünf Kapitel:
• Beten
• anders leben
• KlosterPsalmen
• Teresa erzählt
• Tageszeitengebete
Am Beginn eines jeden Kapitels gibt es einen kurzen Überblick über den Inhalt. Darauf folgen die Texte, die immer am Beginn und Abschluss der einzelnen Gebetszeit/ Staffelfolge gelesen werden. Am Anfang jeder Folge ist ein passendes Foto und der QR-Code abgedruckt. Das Buch umfasst ca. 10 bis 14 Folgen der Staffeln 1-4 des gleichnamigen Podcast.
Die Gestaltung des Buches ist schlicht und ansprechend. Das Lila des Buchcovers findet man auch im Innenteil immer wieder. So ist die 1. Doppelseite eines jeden Kapitels und ebenso der gleichbleibende Text von Beginn und Schluss der einzelnen Folgen lila mit weißer Schrift. Die kleinen Fotos vor jeder Folge laden zum Verweilen ein.
Mir gefallen Gestaltung und Inhalt des Buches sehr gut. Ich kannte den Podcast „Lebensliturgien“ bisher nicht, so habe ich oft den QR-Code genutzt und parallel zum Lesen der Texte den Podcast gehört. Der Autor versteht es sehr gut die biblischen Texte mit heutigen Themen und persönlichen Fragen zu verbinden. So fühlte ich mich gut abgeholt und wurde immer wieder zum Nachdenken angeregt. Persönlich gefiel mir das 4. Kapitel „Teresa erzählt“ am besten, denn ich wusste kaum etwas von Teresa von Avila. Das 5. Kapitel „Tageszeitengebete“ enthält leider nur jeweils eine Gebetsanregung für morgens, mittags und abends. Da hatte ich mir mehr Impulse für eine Zeit der Stille im Tagesverlauf erhofft, da die Podcastfolgen eher für den Start in den Tag gedacht sind. Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut und Buch und Podcast werden mich sicher noch lange begleiten. -
von Esther (Veröffentlicht am 13.08.2024)
Auch Schwarz auf Weiß sehr empfehlenswert!
Ich kannte den „Lebensliturgien“-Podcast, bevor ich mich in das neu erschienene, dazugehörige Buch vertieft habe, und war entsprechend gespannt auf die gedruckte Umsetzung. Der Untertitel verspricht „Heilsame Ruhepausen im Alltag“ – und genau das erhält man auch.
Das Buch ist gegliedert in 5 Teile – oder auch „Staffeln“, wie sie parallel zum Podcast heißen. Es geht um „Beten“, „anders leben“, „KlosterPsalmen“, „Teresa erzählt“ und im letzten Teil sind Tageszeitengebete enthalten. Da ich ein eher visueller Mensch bin, haben mich die gedruckten Texte, die grafische Gestaltung und zugeordneten Fotos sehr abgeholt. Ich konnte dort verweilen, wo ich noch einem Gedanken nachspüren wollte oder direkt eine weitere „Folge“ lesen, wenn mich die vorherige nicht so angesprochen hatte.
Was ich an den „Lebensliturgien“ besonders mag, ist die gelungene Kombination aus Relevanz für das Heute und einem tiefen Verwurzeltsein in der christlichen Tradition. In der Staffel „Teresa erzählt“, in der es um Teresa von Avila geht, wird das besonders deutlich: Häppchenweise wird man mit hineingenommen in das Leben und Denken dieser großen Gottesfrau – und gleichzeitig herausgefordert, ihren Gedanken und Spuren im Heute nachzuspüren.
Für eine „Lebensliturgie“-Folge benötigt man ca. 10-15 Minuten – perfekt für die Auszeit am Morgen oder Abend. Auch die Tageszeitengebete im letzten Teil fand ich sehr ansprechend. Das Buch ist zudem gespickt mit QR-Codes, die zu den einzelnen Hör-Folgen und weiteren Folgen der einzelnen Staffeln führen, die es nicht ins Buch geschafft haben.
Ich empfehle dieses toll gestaltete Buch jedem, der sich nach Ruhe beim Beten und in der Gottesbegegnung sehnt. Es passt für alle Konfessionen und erinnert stellenweise an die Lectio365-App der 24/7-Prayer-Gebetsbewegung. Ich hoffe, dass es bald einen Folgeband gibt und werde es demnächst einer Freundin zum Geburtstag kaufen – ein super Geschenk für jeden, der (neu) mit Gott unterwegs ist. -
von Vera (Veröffentlicht am 01.08.2024)
Empfehlung für alle, die im Alltag nach einer Fokus-Pause mit Ausrichtung auf Gott suchen
Ich kenne den Lebensliturgien-Podcast sowie die dazugehörigen Tagzeitengebte von Sebastian Steinbach schon länger genauso wie die schönen Grafiken von Mira Weiss (u.a. Herzstärkend) und war daher gespannt auf dieses Buch.
Wem beim Klang von sphärischen Sounds eine optische Unterstützung bei der Konzentration hilft oder wer die Lebensliturigien in seinem eigenen Tempo „ganz offline“ lesen möchte, für den ist dieses Buch etwas. Mir hilft es im hier und jetzt anzukommen. Beim Lesen der Andachten und dem parallelen Hören des Podcasts fühle ich mich an Andachten im Kloster oder in Einkehrhäusern erinnert, in denen man die zusammen gefeierte Andacht auf ausgelegten Zetteln mitlesen kann. Ich stelle mir vor, wie viele Menschen mit mir zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten die Andachten beten. Die Vorstellung, dass viele Menschen irgendwo und irgendwann dem Podcast lauschen und der Liturgie folgen, führt mich in eine Verbundenheit.
Inhaltlich entspricht „Lebensliturgien“ ausgewählten Folgen der ersten vier Staffeln des Lebensliturgien-Podcasts (Staffel 1 „Beten“, Folgen 1-10; Staffel 2 „Anders leben“, Folgen 1-14, Staffel 3 „KlosterPsalmen“, 1-14, Staffel 4, „Theresa erzählt“, 1-12 und die Tagzeitengebete für den Montag). Die Andachten sind für Menschen verschieden Alters zugänglich. Während das erste Kapitel ins Beten und in verschiedene Formen von Gebet einführt, thematisiert das zweite Kapitel anhand der Erzählung aus Genesis 2 das Menschsein und die Beziehungen, in denen der Mensch steht (Natur, Tiere, andere Menschen, Gott), wobei auch ökologische Themen angesprochen werden. Das dritte Kapitel beschäftigt sich wieder mit dem Gebet - dieses Mal anhand der Psalmen, deren beten in eine Traditionslinie eingeordnet wird, die sich von der Zeit des Volkes Israel, über die der ersten Christen über die Reformationszeit bis ins heute zieht. Es werden die Psalmen 1-7 meditiert, wobei manche Psalmen über mehrere Andachten betrachtet werden. Dabei werden Gedanken aus vorherigen Andachten wiederholt und gebündelt. Das vierte Kapitel bietet eine Einführung in das Leben von Theresa von Avila: Statt Bibelverse werden hier verschiedene Gedanken und Stationen ihres Lebens meditiert, wobei vor allem Textausschnitte aus Theresas „Stationen meines Lebens“ verwendet werden. Ein großer Teil des Kapitels dreht sich um das innere Gebet, aber auch Themen wie Berufung oder Krankheit werden angesprochen. Das Tagzeitenkapitel, das jeweils ein Tagzeitengebet für morgens, mittags und abends umfasst, bietet die Möglichkeit auch im stressigen Alltag Gott einzubeziehen und im hier und jetzt das eigene Tun und das Herz auf ihn auszurichten. An den Andachten gefällt mir, dass sie kurze Alltagsunterbrechungen sind und leicht in den Tagesablauf zu integrieren sind.
Zu Beginn jedes Kapitels ist auf farbigen Seiten der Beginn und der Schluss der Folgen für die jeweilige Staffel gedruckt. Jede Folge beginnt mit einem Bild und einem QR-Code, der zu der jeweiligen Podcast-Folge auf der Seite der Lebensliturgien führt (auf der Website kann man alle Folgen kostenlos anhören und so schon testen, ob einen der Stil anspricht). Die Texte entsprechen so gut wie wörtlich den Podcastfolgen, die von Sebastian Steinbach und Doa Volland gesprochen werden und mit meditativer Musik unterlegt sind (sehr selten werden Präpositionen weggelassen oder hinzugefügt, manchmal werden Synonyme verwendet z.B. wird „anderswo“ im Podcast zu „an anderen Orten“ im Buch, S. 22). Wellenzeichen im Text markieren gesprochene Pausen im Podcast. Oft wird in den Folgen anfangs ein Bibelvers gelesen, der später wiederholt wird (und auch im Buch erneut abgedruckt ist).
Die schlichte Gestaltung spricht mich an und passt sehr gut zu der Lebensliturgien-Website, deren ansprechende minimalistische Gestaltung mir hilft mich zu fokussieren und die einfach schön zum angucken ist. Im Buch gefallen mir besonders gut die farbigen Seiten zu Beginn der Kapitel.
Eine Empfehlung für Menschen, die nach einer Fokus-Pause mit Ausrichtung auf Gott im Alltag suchen. -
von Annika (Veröffentlicht am 13.07.2024)
Herzensempfehlung<3
Wunderschön gestaltetes Buch mit inspirierenden Texten!
Das Buch lädt dazu ein, zur Ruhe zu kommen und Gott zu begegnen.
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von Karl Albietz (Veröffentlicht am 20.06.2024)
Eine Einladung, den Alltag zu unterbrechen
Ein sehr gediegenes Buch, sowohl in den Texten wie auch in der Gestaltung – mit einer klaren Zielvorgabe: "Für alle, die sich nach heilsamen Unterbrechungen im Alltag sehnen." Es ist sehr systematisch aufgebaut: Fünf Kapitel zu je drei bis vier Seiten, gruppiert um je einen gleichlautenden Anfang und Abschluss.
Ich kannte den Podcast www.lebensliturgien nicht, auf den sich das Buch bezieht. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, das gesprochene Wort in Buchform herauszugeben. Eine Hilfe dabei sind die QR-Codes, die zu den einzelnen Liturgien führen.
Die "Lebensliturgien" können nicht wie ein normales Buch in einem Zug gelesen werden. Es sind Anleitungen zum Gebet, die am besten gleich umgesetzt werden – Kapitel um Kapitel. Das braucht Zeit! Der meditative Stil, gute Fragen und Gedankenanstösse, die in die Stille führen. Sie weisen auf "alte" Regeln hin, die lange Zeit verschüttet waren und nun wieder an die Oberfläche kommen. "Gott, der unsere Seele geschaffen hat, besitzt eine erstaunliche Vorliebe für das Leise. Erst in der Stille erkennen wir, dass Gott Gott ist und nicht wir selbst. Wenn wir still werden, räumen wir den Thron in unserem Herzen und laden Gott ein, Platz zu nehmen."
Neben den meditativen Anleitungen zum persönlichen Gebet nimmt das Lebensbild Teresas von Ávila, der betenden Nonne aus dem 16. Jahrhundert, breiten Raum an. Nicht im Stil einer üblichen Biografie, sondern verteilt auf 15 einzelne Tage und Themen. Sehr wertvoll!
Den Abschluss bilden drei "Tagzeitengebete": je ein Beispiel für den Morgen, für den Mittag und für den Abend. Damit klingt das Buch aus – und lässt den Leser nicht allein zurück. Die Verbindung mit Gott ist geknüpft – und muss immer neu geknüpft werden, auch mehrmals am Tag.