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Im Herzen bleibt ein Klang

Eine Entdeckungsreise in die keltisch-christliche Spiritualität

Bis heute fasziniert das keltische Christentum mit seiner tiefen Verbundenheit zur Schöpfung.
Vor vielen Jahrhunderten wurde es von Mönchen und Nonnen über Irland, Schottland und Wales verbreitet und seine Schönheit und Tiefe klingt noch immer in Kunst und Kultur nach.

Durch die Betonung eines Lebens im Einklang mit allen Geschöpfen und mit seiner Naturverbundenheit eröffnet der Glaube der keltischen Christen eine neue Welt, die gerade für Menschen unserer Zeit heilsam ist. Vor allem der Wunsch, Gott nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen zu fi nden, spricht die Sehnsucht nach einer ganzheitlichen Spiritualität an.

Stadtkirchenpfarrer Tom Damm ist selbst tief in das keltische Christentum eingetaucht und nimmt uns mit auf eine anregende Reise. Mit vielen liturgischen Texten, Gebeten, Liedern und atmosphärischen Fotos ist dieses Buch eine Quelle der Inspiration für ein achtsames und erfülltes Leben.
  • Nr. 835325
  • · Gebunden, mit Bildteil, 13,5 x 21,5 cm, 208 Seiten
  • · 01/2022
  • · adeo
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Tom Damm
Im Herzen bleibt ein Klang (eBook)
Nr. 835854
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Grace2, 05.02.2022

Interessante Ausführungen zur keltisch-christlichen Spiritualität damals und heute.

 

 

Der Autor und Pastor Tom Damm lädt den Leser/die Leserin mit seinem Buch „Im Herzen bleibt ein Klang“ ein, die keltisch-christliche Spiritualität kennenzulernen.

 

In fünf Kapiteln führt er dazu durch dieses Buch. Zunächst lässt er den Leser an seinem persönlichen Weg und Zugang mit der keltisch-christlichen Spiritualität teilnehmen. Darauf folgt ein Überblick über den christlichen Glauben und die Kelten. Hier wird insbesondere auch die historische Entwicklung geschildert. In Kapitel 3 widmet sich der Autor der Iona Community, der er selbst angehört und schildert ihre Entstehung, die Gestaltung und den Auftrag dieser Gemeinschaft. Anschließend ergibt sich ein längeres Kapitel, in dem die Schwerpunkte und Themen des keltischen Christentums erläutert werden. Hier geht es um Themen wie „Die Schöpfung der Welt aus der Liebe Gottes“, „Der universale Christus und seine Menschwerdung“ oder „Seelenfreundschaften“, u.a. Das letzte Kapitel enthält sechs Predigten aus den letzten Jahren, die im Zusammenhang mit der keltisch-christlichen Spiritualität von dem Autor gehalten wurden.

 

Jeder kennt die irischen Segenswünsche, die inzwischen auch in Deutschland angekommen und geschätzt sind. Doch was steckt hinter der keltisch-christlichen Spiritualität? Der Autor gibt hier in Form und Umfang einen guten Einblick in diese Glaubenswelt. Vielfach sind die Texte mit spirituellen Gedichten und Gebeten unterbrochen worden, die teils vom Autor selbst, teils von anderen Lehrern dieser Spiritualität geschrieben wurden. Aus meiner Sicht stellt Tom Damm umfangreich und informativ sowohl die Historie als auch die Lehre insbesondere der Iona Community da. Er lädt zum Kennenlernen ein, aber wir im wirklichen Leben kann man eine Einladung auch ablehnen. Ich fand das Buch interessant, da es mein Wissen erweitert hat und ich mehr über die Entwicklung von dem keltischen Druidentum und den Übergang zum christlichen Glauben lernen konnte. Doch spätestens als der Autor Greta Thunberg mit den Propheten des alten Testaments gleichgestellt hat, bin ich ausgestiegen. Und so kann ich dieses Buch auch nur als Möglichkeit der Wissensvermittlung empfehlen, ob diese Spiritualität etwas für einen selbst ist, muss dann jeder Leser selbst entscheiden.

 

Karl Albietz, 25.05.2022

Eigenartig: Tom Damm ist Pfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland, gleichzeitig aber fasziniert von der keltisch-christlichen Theologie, die sich bewusst als Kontrast zur Theologie der westlichen Kirchen versteht. Die keltisch-christliche Kultur beruft sich ausgerechnet auf den umstrittenen Theologen Pelagius aus dem 4. Jahrhundert. Seine Aussagen zur ganzheitlichen Schöpfung (z. B. "Sieh an die Tiere, die den Wald durchstreifen, Gottes Geist wohnt in ihnen") waren schon damals sehr umstritten, wurden auf der Synode von Karthago (418) als Häresie abgelehnt und Pelagius später aus der Kirche ausgeschlossen.

Der Autor spricht abwertend von der "imperialen Kirche" und meint damit sowohl die römisch-katholische wie auch die evangelische Kirche, die im Lauf der Jahrhunderte ein ganz anderes Verständnis des Menschen und seiner Erlösungsbedürftigkeit entwickelt haben als die keltische Kirche. Tom Damm beurteilt die keltisch-christliche Frömmigkeit als die bessere Variante, weil sie den guten Kern des Menschen und seine Fähigkeit zum Guten betont. "Die imperiale Kirche hat demgegenüber ein sehr negatives Menschenbild entwickelt, unter anderem mit der sogenannten Lehre von der Erbsünde", schreibt er. Von Anfang an hat die keltische Kirche die druidische Kultur nicht abgelehnt, sondern in ihre Theologie integriert. "Auf der grünen Insel ging eine Verwandlung der vorchristlichen druidischen Religion zum Christentum vonstatten." Frühere Bräuche und Gewohnheiten wurden nicht abgeschafft, sondern in die keltisch-christliche Kirche integriert. "Uralte keltische Weisheiten sind nicht einfach abgelöst oder ausgelöscht worden. Sie wurden sozusagen christlich getauft." Was meint er mit "sozusagen"? Und was hat er für ein Taufverständnis? Gibt es eine Taufe ohne Umkehr und ohne ein klares Bekenntnis zu Christus?

Die keltisch-christliche Theologie nennt zwei gleichwertige Quellen der Offenbarung Gottes: "Gott spricht zu uns durch zwei Bücher: das kleine Buch der Schrift und das grosse Buch der Schöpfung", schrieb Johannes Scotus Eriugena, einer ihrer Kronzeugen. Im keltisch-christlichen Verständnis der Schöpfung sieht Damm auch die Möglichkeit, der hemmungslosen Ausbeutung der Natur den Kampf anzusagen. Klimawandel, Massentierhaltung, Abholzung der Regenwälder, das Verschwinden der Insekten, Ausbeutung der Böden durch die industrielle Landwirtschaft sind in erster Linie ein Problem der westlichen Welt, ist er überzeugt.

Die keltisch-christliche Frömmigkeit hat starke Bezüge zur christlichen Mystik. Tom Damm, seines Zeichens Stadtkirchenpfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte zeigt sich in diesem Buch als sehr gefühlsbetont. So beschreibt er in einem Tagebucheintrag sein Empfinden nach einem Abendgottesdienst, den er in Taizé erlebt hatte: "Für Augenblicke find ich mich am Himmelstor. Es öffnet sich. Bin Sinn. Bin Geist. Bin Gott. Bin Welt. Fühl, was die Welt zusammenhält. Bin Urgrund und bin Schöpferkraft. Dann seh ich nur noch schemenhaft. Das Tor geht leise wieder zu. Was bleibt, ist ein Gefühl vom Du, deiner Präsenz in allen Dingen, die sich mir offenbart im Singen. Ich weiß, ich bin nie mehr allein. Denn du bist mein. Und ich bin dein." Warum nicht? Er hat in dieser Form des Glaubens, wie er in der Iona Community, einer auf der schottischen Insel Iona lebende ökumenische Gemeinschaft praktiziert wird, ein Geheimnis entdeckt, das er gerne anderen vermitteln möchte. Ob ihm das mit diesem Buch gelungen ist? Prüfen Sie selbst!

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