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INFOS

Seit ich tot bin, kann ich damit leben

Geistreiche Rückblicke ins Diesseits

Das Leben sieht doch gleich ganz anders aus, wenn man es erst mal hinter sich hat. Der Schweizer Journalist und Satiriker Willi Näf liefert sich mit 10 längst verstorbenen Persönlichkeiten der Geschichte vergnügliche und inspirierende Wortgefechte. Die gründlich recherchierten Porträts und mit spitzer Feder geschriebenen Interviews kommen ohne Klischees aus, eröffnen überraschende Blickwinkel und sorgen für die ein oder andere Lachträne.

Erfahren Sie unter anderem mehr über:

... Prinzessin Alice von Battenberg, die nach einem verrückten Leben als Nonne,
Kettenraucherin und Schwiegermutter von Queen Elizabeth II. im Buckingham
Palace starb.

... Elizabeth Trump, die ihre Enkel zu Erwachsenen mit Rückgrat formen wollte. Tschja.

... Sir Winston Churchill, der sich nicht vorwerfen lassen will, er hätte den deutschen Widerstand hängen lassen, schließlich hat er den Krieg gewonnen, also bitte.

... sowie über Lutz Baumgartner, Mary Anne Graves, James Bedford, Charles A. Lindbergh jun., Katharina Morel, Sarah Forbes Bonetta und Maria von Nazareth.
  • Nr. 835329
  • · Gebunden, mit Schutzumschlag, 13,5 x 21,5 cm, 288 Seiten
  • · 01/2022
  • · adeo
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17,99
Willi Näf
Seit ich tot bin, kann ich damit leben (eBook)
Nr. 835850
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  • „Eine verblüffende, überraschende und informative Lektüre. Intelligente Unterhaltung!“ Magazin lebenslust
  • „Die Porträts orientieren sich am für mich greifbaren Wissen über die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Und in den Interviews waren sie so nett, mir Jahrzehnte nach ihrem Abgang neue Blickwinkel auf ihr Leben zu eröffnen, auf das Ernsthafte im Komischen zu verweisen und dabei auch das Skurrile im Gravierenden nicht zu vergessen. Und das taten sie postmortal reflektiert und überaus erhellend. Und nett. Fast alle. Meistens.“ Willi Näf

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Lisa , 23.02.2022

Wo fange ich an? An diesem Buch gibt es so viele erwähnenswerte Aspekte, dass ich in diesen paar Zeilen niemals den inhaltsvollen Seiten gerecht werde. Da wäre einerseits die Auswahl der porträtierten Verstorbenen: Für mich viele noch nicht bekannte, jedoch umso spannendere Persönlichkeiten. Die Perspektiven dieser Personen auf oft weit bekanntere Menschen oder Ereignisse eröffnen einem ganz neue Erkenntnisse und Zusammenhänge. Ausserdem gefiel mir die Mischung aus historischen Schilderungen und (Semi-)Fiktion. On top bzw. überall drin die satirische Essenz, welche einem beim Lesen immer wieder ein Lachen entlockt - unabhängig davon, ob die Situation fröhlich oder unendlich tragisch ist.

JDaizy, 02.03.2022

"Okay. Hör mal. Ich bin Satiriker, und du bist tot. Satiriker nimmt niemand beim Wort, und Tote geben keine Interviews. Das ist meinen Leserinnen und Lesern ja auch klar. Sie können Fakten und Fiktion unterscheiden und lieben die Literatur als Ort lustvoller Schöpfung. Sie verwechseln auch nicht kulturelle Inspiration mit "Aneignung" und verbieten den Deutschen nicht die Pizza, weil sie ursprünglich aus Italien kommt."

 

Lange habe ich überlegt wie ich meine Rezension beginnen soll. Und ich will nicht lange drum herum reden. ADEO hat mit Willi Näf und seinem Buch "Seit ich tot bin, kann ich damit leben" einen Volltreffer gelandet. Ich bin schwer begeistert. Von Anfang bis zum Ende war ich keine einzige Minute gelangweilt und habe den Einstieg mit der Danksagung, die kurze Reflexion mit den zehn Interviewpartnern zu Beginn, die Zeittafel und die vorangehend erzählten, quellentreuen Lebensgeschichten mit ihren fiktiven Interviews sehr genossen. Ein wahrhaftes Lesevergnügen.


"Das Leben sieht doch gleich ganz anders aus, wenn man es erst einmal hinter sich hat." 
Der Autor Willi Näf erzählt abwechslungsreich und unterhaltsam, und trotz schwieriger Themen durchaus humorvoll.

 

Es gab mehrere Interviews, die mich wirklich nachhaltig berührt haben. Zum Beispiel das Kapitel mit Lutz Baumgartner und Dietrich Bonhoeffer. Gerade in der jetzigen politischen Situation hat es noch einmal eine ganz andere Perspektive bekommen. Was haben wir aus unserer Geschichte gelernt? Diese Frage beschäftigt mich aktuell jeden Tag. 
Das Interviel mit Elisabet Trump hat mich besonders in Bezug darauf gefesselt, warum Menschen zu dem werden, der sie (heute) sind. Und mit Mary Ann Graves habe ich viel über eine Tragödie erfahren, die mir bisher völlig unbekannt war. Super spannend und sehr bewegend. Auch wie unterschiedlich hier die Erinnerungen gefärbt sind oder wie weitreichend Entscheidungen sein können.
Auch Sarah Forbes Bonetta kannte ich als Person noch nicht. Ihre Assoziation, dass der englische Regen und der Nebel die Haut auswaschen und sie Angst um ihre eigene hatte, hat mich sehr berührt. Diese kleine Kinderseele ... was hat sie alles erleben müssen. Aber Sallys Entwicklung zeigt, dass trotzdem alles möglich ist. Das macht Mut, finde ich.

Ich könnte noch so viel schreiben, will aber nicht zu viel verraten. Außer, dass es mich ganz besonders fasziniert hat, wie es der Autor bewerkstelligt hat, alle Geschichten miteinander zu verknüpfen. Das ist wirklich hohe Kunst! 
Außerdem bewundere ich es, wie es der Autor schafft, Stellung zu beziehen ohne dabei zu werten. Das ist wirklich gerade bei diesen Themen eine Gratwanderung. Er bedient keine Klischees und liefert vergnügliche und inspirierende Wortgefechte. Das Buch wirkt wirklich beim Leser nach. Zumindest bei mir und meinem historisch interessierten Mann.

Fazit:
Mit seinem lockeren, frischen Schreibstil bringt Willi Näf Leben in längst verstorbene Persönlichkeiten. Damit wird es eine hoffentlich breite Leserschaft ansprechen. 
Ich würde mich riesig freuen, wenn der Autor "Seit ich tot bin, kann ich damit leben" fortsetzen würde.

Meine absolute Leseempfehlung.

Karl Albietz, 29.03.2022

Dies ist ein ungewöhnliches Buch. Beschrieben werden neun verschiedene Persönlichkeiten, die aber alle tot sind, fünf Frauen und vier Männer aus den letzten 200 Jahren. Es ist keine Galerie von bekannten (christlichen) Persönlichkeiten. Die Auswahl reicht Querbeet vom Flugpionier Charles A. Lindbergh über die Schwiegermutter von Queen Elizabeth bis zum rücksichtslosen SS-Mann, der in Flossenbürg für die Hinrichtung von Dietrich Bonhoeffer zuständig war. Wer allerdings klassische Biografien erwartet hatte, wird enttäuscht. Auf die Kurzbeschreibungen der einzelnen Personen folgen seitenlange Interviews mit jedem einzelnen. Winston Churchills turbulentes Leben zum Beispiel wird nur auf zwei Seiten beschrieben, während das Interview mit ihm zehn Seiten umfasst. Der Nachteil dieser Interviews: Tote können nicht mehr befragt werden. Trotzdem sind die Antworten nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern zeugen von ausführlichen Recherchen, sind in diesem Sinn doch auf ihre Art authentisch. Das Quellen-Verzeichnis am Schluss des Buches ist imposant – eine Fundgrube für alle, die sich für die eine oder Person näher interessieren.

Nicht alle Interviews sind geglückt. Etwas gewagt finde ich zum Beispiel ein Interview mit Charlie Lindberg, der mit zwei Jahren entführt und ermordet worden ist. Mit ihm über die Ewigkeit zu reden, muss sehr spekulativ sein und stösst an manchen Stellen an die Grenzen der Fantasie.

Trotzdem ist die Perspektive interessant, ein Leben aus dem Rückblick beurteilen. Wer kann das schon? Und der Verfasser schont die Gesprächspartner keineswegs. Viele kritische Fragen erhellen den damaligen Zusammenhang, stossen bei den Befragten zum Teil auf Befremden, enden aber meist harmonisch.

Für mich ist nicht nur die sonderbare Anlage des Buches, sondern auch die Einblicke in mir völlig unbekannte Menschen und ihr oft trauriges Schicksal sehr aufschlussreich. So zum Beispiel die Tragödie der ersten Siedler im Wilden Westen, als 1847 von 87 Gestarteten nur einige wenige das Ziel erreichten. Die Tragödie der "Donner Party" ist in die Geschichte der USA eingegangen und wurde zum Rohstoff unzähliger dramatischer Werke.

Natürlich ist es ein gewagtes Spiel, Tote zu interviewen, ohne die reale Situation nach dem Tod auch nur andeutungsweise zu skizzieren. Näf spricht mit den Verstorbenen nur über die Zeit, die sie hier auf der Erde gelebt haben. Was nachher kommt, interessiert ihn nicht. Dabei lässt uns die Bibel nicht im Unklaren, dass unser Leben einmal von einer höheren Instanz beurteilt wird. Auch die Möglichkeit, dass ein ganzes Leben nur ein Schlag ins Wasser war und seine Spuren vollständig ausgelöscht werden können. Davon liest man in diesem Buch (über den Tod!) kein Wort. Schade! Nun, Willi Näf ist kein Theologe und wollte sich als freischaffender Journalist nicht auf Spekulatives einlassen.

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