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INFOS

Wenn man vom Teufel spricht

200 Zeitgeschichten

"Wir sind die Menschen.
Wir sind weder Moralpächter und Correctness-Klugscheißer
noch rechtsdrehende Ratten für die diesbezüglichen Fänger.
Wir sind die Bewohner dieser schönen Gegend.
Wir sind die Bürger.
Wir sind die Menschen."

"Der Wahrheit die Ehre" zu geben, gegen Fake News, Lügen, Ignoranz und Gleichgültigkeit einzustehen, das ist Heinz Rudolf Kunzes Anliegen.

In den 200 Zeitgeschichten seines neuen Buches "Wenn man vom Teufel spricht" finden seine Besorgnis über die politischen Entwicklungen und die Bedrohung der Freiheit ebenso wortgewandt und scharfsinnig Platz wie der Spaß am Absurden und Geschichten über Liebe, Schmerz und das kleine Glück im Leben.
  • Nr. 835252
  • · Gebunden, 12,5 x 18,5 cm, Schutzumschlag, 320 Seiten
  • · 02/2020
  • · adeo
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Heinz Rudolf Kunze
Wenn man vom Teufel spricht (eBook)
Nr. 835818
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kingofmusic, 07.04.2020

Eine Kollegin wünschte sich vor ein paar Wochen die neue CD „Der Wahrheit die Ehre“ von Heinz Rudolf Kunze zum Geburtstag. Gesagt, geschenkt :-). Natürlich hatte ich auch sofort ein „Ohr“ riskiert und war sofort wieder „gefangen“ von der immensen Sprachgewalt des Herrn Kunze.

Kurz darauf ergab sich die Gelegenheit, ein Rezensionsexemplar von „Wenn man vom Teufel spricht“, dem neuesten Buch von Heinz Rudolf Kunze, im Rahmen einer Leserunde zu gewinnen. Mein Dank geht an dieser Stelle an den adeo Verlag für die Möglichkeit, an der Leserunde teilzunehmen.

War ich am Anfang noch recht „zögerlich“ und langsam beim Lesen, war ich irgendwann in einem Sog drin, der es mir schwergemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Dabei ist der Großteil von Kunze´s Texten bei weitem keine „Eben mal so schnell nebenbei“-Lektüre. Nein, man muss sich in die Melodie der Texte, in die Hintergründe und –gedanken von Heinz Rudolf Kunze „einlesen“, sinnieren und manches Mal sogar einen zweiten, dritten, vierten Blick „riskieren“, um den Text zu erfassen.

Was von vornherein auffällt, sind die Gedanken über das „Älterwerden“ von Heinz Rudolf Kunze. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Und auch wenn ich einige Jahre jünger bin, kann ich die Gedanken und Ängste größtenteils nachvollziehen und verstehen.

In vielen Texten kommt aber auch die Wut respektive Verständnislosigkeit gegenüber den aktuellen politischen Strömungen und Gesinnungen der Gesellschaft zum Tragen; ebenso die Verblendung und (leider) auch die Verdummung der Menschen durch die (a-)sozialen Netzwerke, womit wir wieder bei Kunzes (literarischem) Abbild der Gesellschaft wären. Er hält den Leser*innen also den Spiegel vor, was falsch läuft und gibt die Empfehlung „Werdet Elite!“ (nebenbei bemerkt einer meiner Lieblingstexte in dem Buch!).

Allerdings ist Kunze auch in der Lage, einfach nur poetisch-schöne Texte wie „Wolken“ oder „Lebensfeldweg“ (noch einer meiner absoluten Lieblingstexte) zu schreiben; bei letzterem musste ich spontan an das Lied „Eigene Wege“ denken.

Auch einem seiner (scheinbaren) Lieblingsschriftsteller (Franz Kafka) setzt er mit den kafkaesken Texten „Die Bewerbung“, „Gregor Sumsum“ (da musste ich auch an Ian McEwan´s Novelle „Die Kakerlake“ aus dem letzten Jahr denken *g*) sowie „Sag deinen Satz“ ein „Denkmal“. Schön, dass ich mindestens eine literarische Vorliebe mit Heinz Rudolf Kunze teile :-).

Dass nicht jeder der im Buch abgedruckten 200 Texte überzeugt (als Beispiel sei hier „Frauen für Trump“ genannt), ist logisch und absolut normal. Jede*r wird hier einen anderen „Schwerpunkt“ haben, welche Texte für ihn respektive für sie herausragen. Ich habe ein paar meiner Highlights genannt.

Nun hoffe ich, dass Heinz Rudolf Kunze mit seiner Lesetour zu diesem Buch (vier Termine stehen bereits fest) auch noch ein bisschen näher an oder direkt nach Bielefeld kommt; dann wäre ich nämlich definitiv an diesem Abend dabei. Denn Kunze live habe ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen; jetzt durch das vorliegende Buch und die neue CD habe ich jedoch verstärkt wieder Lust drauf!

Well done! 5*

@kingofmusic

Lujoma, 01.06.2020

Ich kannte Heinz Rudolf Kunze bisher nur als Sänger, seine Liedtexte und Melodien begleiten mich seit vielen Jahren. So habe ich mich gefreut als ich dieses Buch entdeckte.

200 Zeitgeschichten, geschrieben zwischen Juli 2016 und September 2019 und geordnet nach Entstehungsdatum. Mal sind es kurze Geschichten, mal Gedichte, mancher Text war sofort verständlich, andere habe ich mehrfach gelesen und einige wenige haben sich mir gar nicht erschlossen (vielleicht müsste man nachforschen was der Anlass für diesen Text war). Eines aber haben alle Texte gemeinsam: sie sind typisch für den Autor, der mit Worten spielt, mit der Sprache sehr gut umzugehen weiß und seine Pointen sehr treffsicher setzt. So finden sich bissige und ironische Texte neben nachdenklichen und lyrischen und humorvollen. Auch die Themen sind sehr vielfältig. So geht es um die Liebe und ums Altern, um Politik und auch manche Dummheit der Menschen wird aufs Korn genommen.

Ich habe das Buch über einen längeren Zeitraum gelesen. Es steckt so viel in den Texten, dass man sich Zeit zum Nachdenken gönnen sollte. Durch die Verschiedenartigkeit der Texte wird sicher jeder Leser seine Lieblingstexte im Buch finden. Mich wird das Buch und die Geschichten sicher noch eine Weile begleiten. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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