#FragEinenMönch (Buch - Klappenbroschur)

100 Fragen (und unzensierte Antworten)

4.5 Sterne

#FragEinenMönch (Buch - Klappenbroschur)

100 Fragen (und unzensierte Antworten)

Über 1 Million Aufrufe hat das Video #FragEinenMönch mit Pater Nikodemus Schnabel. Offen und ehrlich beantwortet er darin Fragen wie "Warum lässt Gott das Böse zu?" oder "Hast du manchmal Zweifel?". Was auf YouTube viel zu kurz kam, hat er nun aufgeschrieben: humorvoll, tiefgründig und persönlich!

  • Artikel-Nr.: 835309000
  • Verlag: adeo
Auch erhältlich als:
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Details

  • Artikel-Nr.: 835309000
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Als im Dezember 2019 das YouTube-Video „#FragEinenMönch“ erschien, in dem der Benediktiner Nikodemus Schnabel auf vorher gesammelte Fragen zum Leben als Mönch antwortete, war das Echo begeistert: Ein Mönch und Katholik, der offen, ehrlich und reflektiert auch auf schwierige und persönliche Fragen eingeht und einen klaren Standpunkt vertritt! Und das, ohne andere zu verurteilen oder ihnen seine Meinung aufzudrücken. Allgemeines Credo der über 1 Million Zuschauer: „Mit dem würde ich gern mal ein Bier trinken und über Gott und die Welt reden!“ und: „Wenn mehr Menschen in der Kirche so wären, würde ich vielleicht wieder eintreten!“
In diesem Buch greift Pater Nikodemus diese und noch viele weitere Fragen auf, die in den viel zu kurzen 15 Minuten des Videos nicht zur Sprache kamen. Mit festem Glauben, einem weiten Horizont und jeder Menge Humor.

 

Stimmen zum Produkt
  • 5 5
    Christ&Welt:
    Gläserner kann ein Mönch sich nicht geben. Keine Transzendenz ohne Transparenz, das ist Schnabels Credo.

    katholisch.de:
    Die persönliche, direkte Sprache von Nikodemus Schnabel, sein immer wieder aufblitzender Humor und vor allem der unverstellte Einblick in das Leben als Mönch im 21. Jahrhundert heben das Buch wohltuend von "typischen" Kirchenbüchern ab.
Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783863343095
  • Auflage: 28.05.2021
  • Seitenzahl: 192 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 1,5 cm
  • Gewicht: 291g
  • Sachgebiet: Zeitgeschehen/Geschichte

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Pater Nikodemus ist Benediktiner und lebt in einer Abtei im Herzen Jerusalems.
    Das Buch ist locker aufgebaut und leicht und flüssig zu lesen: 100 Fragen und meist kurze, prägnante Antworten.
    Eher weltlich orientiert zB.:
    Kann ein Mönch Langschläfer sein, darf er tätowiert oder gepierct sein?
    Warum sind viele Mönche so dick?
    Aber auch sehr ernste Fragen nach religiösen Inhalten:
    Warum lässt Gott das Böse zu?
    Wie ist es mit dem Reich Gottes?
    Vom lockeren Schreibstil her lässt sich das Buch problemlos in ein/zwei Rutschen durchlesen. Jedoch ist es besser, nicht nur eine Frage nach der anderen „abzuarbeiten“, sondern auch selbst darüber nachzudenken, vor allem über die ernsteren Themen.
    Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet, einen Einblick ins Mönchsleben zu bekommen und über die Ansichten von Pater Nikodemus zu lesen.
  • 4/5 Sterne

    Kurzweilig und authentisch!
    Mit „#FragEinenMönch“ ist ein wirklich unterhaltsames und auch lehrreiches Buch entstanden, dass definitiv auch von Nichtgläubigen gelesen werden sollte.
    Bereits das Cover und der Titel mit Hashtag versprechen ein lockeres und kurzweiliges Innenleben. Pater Nikodemus wirkt sehr sympathisch, weltoffen und ehrlich bei der Beantwortung und gibt immer wieder Denkanstöße für die eigene Sichtweise, wie bspw. zu den „Patchwork-Identitäten“ oder wie man mit Zweifeln umgeht. Genau solche Menschen braucht es, um die Verkrustungen aufzubrechen, die Pater Nikodemus anspricht.
    Wer allerdings hofft, dass er ein tiefgründiges Sachbuch bekommt, der wird dadurch nicht zufrieden gestellt.
    Alles in allem wirklich ein gutes, kurzweiliges Buch, dass zum Nachdenken anregt und kurze, greifbare Einblick in ein Leben gibt, welches aus vollem Herzen Gott gewidmet ist. Gerne mehr davon!
  • 4/5 Sterne

    Kurzweilig und authentisch!

    Mit „#FragEinenMönch“ ist ein wirklich unterhaltsames und auch lehrreiches Buch entstanden, dass definitiv auch von Nichtgläubigen gelesen werden sollte.
    Bereits das Cover und der Titel mit Hashtag versprechen ein lockeres und kurzweiliges Innenleben. Pater Nikodemus wirkt sehr sympathisch, weltoffen und ehrlich bei der Beantwortung und gibt immer wieder Denkanstöße für die eigene Sichtweise, wie bspw. zu den „Patchwork-Identitäten“ oder wie man mit Zweifeln umgeht. Genau solche Menschen braucht es, um die Verkrustungen aufzubrechen, die Pater Nikodemus anspricht.

    Wer allerdings hofft, dass er ein tiefgründiges Sachbuch bekommt, der wird dadurch nicht zufrieden gestellt.

    Alles in allem wirklich ein gutes, kurzweiliges Buch, dass zum Nachdenken anregt und kurze, greifbare Einblick in ein Leben gibt, welches aus vollem Herzen Gott gewidmet ist. Gerne mehr davon!
  • 4/5 Sterne

    Kurzweilig und authentisch!

    Mit „#FragEinenMönch“ ist ein wirklich unterhaltsames und auch lehrreiches Buch entstanden, dass definitiv auch von Nichtgläubigen gelesen werden sollte.
    Bereits das Cover und der Titel mit Hashtag versprechen ein lockeres und kurzweiliges Innenleben. Pater Nikodemus wirkt sehr sympathisch, weltoffen und ehrlich bei der Beantwortung und gibt immer wieder Denkanstöße für die eigene Sichtweise, wie bspw. zu den „Patchwork-Identitäten“ oder wie man mit Zweifeln umgeht. Genau solche Menschen braucht es, um die Verkrustungen aufzubrechen, die Pater Nikodemus anspricht.

    Wer allerdings hofft, dass er ein tiefgründiges Sachbuch bekommt, der wird dadurch nicht zufrieden gestellt.

    Alles in allem wirklich ein gutes, kurzweiliges Buch, dass zum Nachdenken anregt und kurze, greifbare Einblick in ein Leben gibt, welches aus vollem Herzen Gott gewidmet ist. Gerne mehr davon!
  • 5/5 Sterne

    „...Ich habe Nikodemus Schnabel in Jerusalem kennengelernt. Er ist jene Sorte Mensch, für den es den flapsigen Ausdruck „cooler Typ“ gibt. Das bedeutet keineswegs Unernstes, nur weil er sich etwas lockerer gibt. Ganz im Gegenteil. Das erleichtert die Kommunikation...“
    Diese Sätze stammen von Dr. Gregor Gysi und stehen im von ihm verfassten Vorwort des Buches. Dort befindet sich auch ein gemeinsames Bild.
    Nach einer kurzen Einleitung des Paters, in der erläutert, wie es zu diesem Projekt kam, folgen 100 Fragen mit Antworten.
    Pater Nikodemus Schnabel lebt in einem Benediktinerkloster in Jerusalem. Er hat Theologie studiert und sich insbesondere mit den Ostkirchen befasst. Seine Biografie befindet sich am Ende des Buches.
    Auffallend ist der lockere und lebensnahe Stil des Autors. Er scheut vor keiner Frage zurück, sagt unverblümt seine Meinung und wagt sich auch an heikle Themen. Dabei regen einige der Antworten zum Nachdenken an. Auf die Frage nach dem Zweifel zum Beispiel äußert er folgendes:
    „...Der Zweifel ist nicht mein Feind. Das wäre ja so, als wenn ich sagen würde: Jemand, der Fragen stellt, ist mein Gegner, mein Feind. Vielmehr bringt mich ein „Fragesteller“ auf neue Gedanken. Er lässt mich reflektieren...“
    Es gibt Fragen, da hat mich seine glasklare Analyse heftig überrascht. Ich mag den trockenen Humor, mit den er manche Antworten verpackt. Auf die Frage, ob die Erde ein besserer Ort wäre, wenn alle so leben würden wie er, lauten die ersten Sätze.
    „...Na ja, die Menschheit würde aussterben! Das wäre damit die letzte Generation. […] Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob dieser Planet ohne Homo sapiens ein besserer wäre...“
    Sehr schnell wird klar, dass der Autor nicht im luftleeren Raum lebt. Er setzt sich genauso mit den Verkrustungen in der Kirche wie mit Homosexualität oder Gendern auseinander. Alkohol, Gewichtsprobleme, Lebensfreude – nichts ist ihm fremd.
    Besonders bewegt hat mich, dass er sich als Suchender bezeichnet. Mönch sein heißt also nicht, das Ziel erreicht zu haben, sondern in der Lebensform den Weg zu Gott immer neu zu suchen.
    Zum Thema Atheismus gibt er folgende Antwort:
    „...Also, zunächst mal sind ja Atheisten sozusagen ein Glücksfall des Gesprächs. Diese Menschen sind mir schon mal super nahe, weil sie Glauben und Religion, also die Frage nach Gott, so ernst nehmen, dass sie sich bewusst für eine Antwort entschieden haben...“
    Die Antworten sind nie mehr als drei Seiten lang und in relativ großer Schrift abgedruckt. Beiden meisten Fragen kommt er kurz und präzise auf den Punkt.
    Die Fragen stehen Weiß auf Schwarz. Die Antworten sind mit einem hellen Grau unterlegt.
    Viele Fotos des Paters sind im Buch integriert.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ermöglicht mir einen Blick in eine Welt, die ich bisher nur aus historischen Romanen oder Fernsehserien kannte. Logischerweise habe ich dabei einige überalterte Vorstellungen abwerfen dürfen. Ein Zitat soll meine Rezension beschließen:
    „...Als Kirche sollten wir uns das sehr gut anhören und abwägen. Aber wir sollten auch nicht über jedes Stöckchen springen, das uns hingehalten wird...“
  • 4/5 Sterne

    Unterhaltsame Einblicke

    Auf Youtube gibt es das Video #FragEinenMönch, bei dem sich der Benediktiner Pater Nikodemus Schnabel neugierigen Fragen stellte. Das Echo war sehr gut, so dass er und sein Mitautor Sascha Hellen beschlossen, ein Buch mit weiteren Fragen und Antworten zu schreiben. Pater Nikodemus stellt sich hundert zum Teil sehr persönlichen Fragen und gibt mit seinen Antworten Einblick in das Leben eines Mönchs.

    Erster Eindruck: Das Cover ist durch den aussergewöhnlichen Buchtitel mit Hashtag sowie den Fragen in den Sprechblasen auffällig, ein sympathischer Mönch – mag ich. Das Layout des Buches ist leicht und luftig.

    Was möchte ich von einem Pater wissen? Allein schon die Lektüre des Inhaltsverzeichnisses mit den hundert Fragen war sehr amüsant. Oh ja, dies und jenes möchte ich auch wissen. Aber sachte, sachte, eins nach dem anderen… Ich habe das Youtube-Video #FragEinenMönch gesehen und interessante Fragen gehört und beantwortet erhalten. Pater Nikodemus wirkt auf mich sehr sympathisch und humorvoll. So auch seine Aussagen im Buch, wie z.B.: „Natürlich brauchen auch wir Mönche ein WLAN-Passwort, trinken gerne mal ein Bier, suchen Gott und hadern mit so mancher Entscheidung.“ Amüsant war auch, als er von ganz irdischen Problemen in einem Gottesdienst erzählt: die Blase drückte! Des Weiteren antwortet er auf Fragen, ob ein Mönch ein Langschläfer sein könne, er tätowiert oder gepierct sei, ob die Rolle der Frau in der Kirche gestärkt werden müsse und wann er zuletzt gesündigt hatte.

    Von all den vielen Fragen/Antworten habe ich die folgenden fünf herausgepickt, die mir speziell gefallen haben:
    - Frage 11 „Warum lässt Gott das Böse zu?“: Ja, das ist wohl eine der Fragen, die immer wieder gestellt werden. DIE einzige richtige Antwort gibt es da wahrscheinlich nicht.
    - Frage 12 „Hattest du schon einmal Zweifel an deiner Entscheidung, ins Kloster zu gehen?“: Sehr interessant, dass er Zweifel in dieser Hinsicht sogar als wichtig erachtet. Man solle auch mal irren, scheitern, suchen und fallen und sich infrage stellen.
    - Frage 18 „Hat Gott einen Plan für jeden Menschen?“: Pater Nikodemus ist sich sicher. Ich habe mich schon oft gefragt, was Gottes Plan für mich persönlich ist. Ich suche noch nach der Antwort.
    - Amüsant fand ich die Frage 55 „Warum sind viele Mönche so dick?“: So verallgemeinern lässt sich der Körperumfang einer Berufsgruppe ja (zum Glück) nicht. Sehr schön war seine Antwort: „Ich bin von Gott geliebt und von Gott erlöst. Er zählt nicht meine Kalorien und stellt mich nicht jeden Tag auf die Waage. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Gott egal ist, ob ich ein kleines Bäuchlein hab oder nicht.“
    - Ich lese relativ häufig Erfahrungsberichte von Menschen, die sich im kirchlichen Umfeld betätigen. Und dabei interessiert mich auch die Antwort auf die Frage, wie diese Menschen sich jeweils für ihren ganz bestimmten Orden entschieden haben. Daher war für mich Frage 63 „Warum ausgerechnet die Benediktiner?“ sehr interessant.

    Dieses Buch ist kein theologisches Sachbuch für Spezialisten, sondern dient – zumindest aus meiner Sicht – der Unterhaltung und dazu, das „geheimnisvolle“ Leben eines Mönchs ein bisschen zu erklären. Mir hat das Buch sehr gefallen – 4 Sterne. Nun lese ich sein früheres Buch „Zuhause im Niemandsland – Mein Leben im Kloster zwischen Israel und Palästina“ (es hat schon sehr interessant begonnen).
  • 4/5 Sterne

    Unterhaltsame Einblicke

    Auf Youtube gibt es das Video #FragEinenMönch, bei dem sich der Benediktiner Pater Nikodemus Schnabel neugierigen Fragen stellte. Das Echo war sehr gut, so dass er und sein Mitautor Sascha Hellen beschlossen, ein Buch mit weiteren Fragen und Antworten zu schreiben. Pater Nikodemus stellt sich hundert zum Teil sehr persönlichen Fragen und gibt mit seinen Antworten Einblick in das Leben eines Mönchs.

    Erster Eindruck: Das Cover ist durch den aussergewöhnlichen Buchtitel mit Hashtag sowie den Fragen in den Sprechblasen auffällig, ein sympathischer Mönch – mag ich. Das Layout des Buches ist leicht und luftig.

    Was möchte ich von einem Pater wissen? Allein schon die Lektüre des Inhaltsverzeichnisses mit den hundert Fragen war sehr amüsant. Oh ja, dies und jenes möchte ich auch wissen. Aber sachte, sachte, eins nach dem anderen… Ich habe das Youtube-Video #FragEinenMönch gesehen und interessante Fragen gehört und beantwortet erhalten. Pater Nikodemus wirkt auf mich sehr sympathisch und humorvoll. So auch seine Aussagen im Buch, wie z.B.: „Natürlich brauchen auch wir Mönche ein WLAN-Passwort, trinken gerne mal ein Bier, suchen Gott und hadern mit so mancher Entscheidung.“ Amüsant war auch, als er von ganz irdischen Problemen in einem Gottesdienst erzählt: die Blase drückte! Des Weiteren antwortet er auf Fragen, ob ein Mönch ein Langschläfer sein könne, er tätowiert oder gepierct sei, ob die Rolle der Frau in der Kirche gestärkt werden müsse und wann er zuletzt gesündigt hatte.

    Von all den vielen Fragen/Antworten habe ich die folgenden fünf herausgepickt, die mir speziell gefallen haben:
    - Frage 11 „Warum lässt Gott das Böse zu?“: Ja, das ist wohl eine der Fragen, die immer wieder gestellt werden. DIE einzige richtige Antwort gibt es da wahrscheinlich nicht.
    - Frage 12 „Hattest du schon einmal Zweifel an deiner Entscheidung, ins Kloster zu gehen?“: Sehr interessant, dass er Zweifel in dieser Hinsicht sogar als wichtig erachtet. Man solle auch mal irren, scheitern, suchen und fallen und sich infrage stellen.
    - Frage 18 „Hat Gott einen Plan für jeden Menschen?“: Pater Nikodemus ist sich sicher. Ich habe mich schon oft gefragt, was Gottes Plan für mich persönlich ist. Ich suche noch nach der Antwort.
    - Amüsant fand ich die Frage 55 „Warum sind viele Mönche so dick?“: So verallgemeinern lässt sich der Körperumfang einer Berufsgruppe ja (zum Glück) nicht. Sehr schön war seine Antwort: „Ich bin von Gott geliebt und von Gott erlöst. Er zählt nicht meine Kalorien und stellt mich nicht jeden Tag auf die Waage. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Gott egal ist, ob ich ein kleines Bäuchlein hab oder nicht.“
    - Ich lese relativ häufig Erfahrungsberichte von Menschen, die sich im kirchlichen Umfeld betätigen. Und dabei interessiert mich auch die Antwort auf die Frage, wie diese Menschen sich jeweils für ihren ganz bestimmten Orden entschieden haben. Daher war für mich Frage 63 „Warum ausgerechnet die Benediktiner?“ sehr interessant.

    Dieses Buch ist kein theologisches Sachbuch für Spezialisten, sondern dient – zumindest aus meiner Sicht – der Unterhaltung und dazu, das „geheimnisvolle“ Leben eines Mönchs ein bisschen zu erklären. Mir hat das Buch sehr gefallen – 4 Sterne. Nun lese ich sein früheres Buch „Zuhause im Niemandsland – Mein Leben im Kloster zwischen Israel und Palästina“ (es hat schon sehr interessant begonnen).
  • 4/5 Sterne

    Ich bin ja in keiner Religion verhaftet und in Glaubensfragen immer am Zweifeln - aber was ich immer gerne hätte wäre mal eine Diskussion oder so eine Fragerunde an einen Mönch, einen Rabbi oder ähnlich glaubensfesten Menschen und deshalb hat mich das Buch sofort regelrecht angesprungen!
    Ich hatte von dem youtube Video nichts mitbekommen, das im Dezember 2019 erschienen ist, hab mir das aber erstmal angeschaut: und Pater Nikodemus ist mir gleich so sympathisch gewesen! Er hat so strahlende Augen, die eine Zufriedenheit und innere Ruhe rüberbringen und er antwortet offen und menschlich auf alle Fragen aus der Community - da wollte ich natürlich wissen, welche anderen Antworten in diesem Buch zusammengefasst wurden.

    Das Vorwort von Gregor Gysi hätte man sich meines Erachtens ersparen können, das war irgendwie "nichtssagend". Dafür war die kurze Einleitung von Pater Nikodemus selbst gleich perfekt einstimmend und ich finde es faszinierend, wie einem durch ein kurzes Video oder ein paar Zeilen ein Mensch gleich so sympathisch sein kann. Vor allem da er hier gleich eine Lebensweisheit mit einbringt, die ich sehr wichtig finde:


    Ich glaube, dass wir vielen Problemen einfach entgegenlachen können, denn Humor gibt Menschen Kraft und kann auch ein Schutz sein.
    Zitat Seite 22


    Die Fragen wurden übrigens von Pater Nikodemus selbst und dem Journalisten Sascha Hellen zusammengestellt - er hat sich also nicht die "einfachsten" rausgepickt, sondern zu einer bunten Vielfalt an unterschiedlichsten Themen Stellung genommen.

    Sehr schön finde ich z. B. seine Antwort auf Zweifel, dass man diese nicht als Gegner sehen sollte, sondern als Herausforderung, als Fragen, die neue Gedanken zulassen. Ebenso wie er gerade mit Atheisten gerne diskutiert oder Menschen, denen Religion und der Glaube an einen Gott völlig egal sind. Weil sie Anregungen bieten, für beide Seiten.
    Auch dass Mönche keine Heiligen sind und durchaus ihre kleinen Laster haben und eben nicht immer und zu jeder Zeit fromm und gelassen sind, auch mal lügen, unachtsam sind oder gehässig, eben menschlich.
    Der Verzicht ist selbstbestimmt - was einen großen Unterschied ausmacht zu jenen, die Armut, Enthaltsamkeit oder Gehorsam auferzwungen bekommen. Das macht ihn frei und ich kann ihn da teilweise sehr gut verstehen. Der Besitz, der Konsum, das alles füllt ja eine Leere, die mit "Dingen" nicht aufzuwiegen sind. Was uns hier fehlt nennt er die erfüllende Sehnsucht nach Gott, zumindest hab ich es so verstanden.
    Ganz so sehe ich es zwar nicht, aber ich weiß, was er meint.

    Der Ordensgründer Benedikt hat gesagt: "Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht."
    Ein Ausspruch, den Pater Nikodemus leben möchte, den Genuß des Lebens selbst, was für ihn nicht im Widerspruch steht mit seinem Leben im Kloster, das ihn erfüllt.
    Allerdings sagt er auch, dass er das nie für alle Menschen als Ziel sehen würde, dafür sind wir zu unterschiedlich und der Zölibat würde dann der Menschheit auch bald ein Ende setzen ;)

    Bei manchen Fragen hatte ich das Gefühl, dass er etwas ausweichend antwortet, oder (un)bewusst seine Worte in eine andere Richtung lenkt. Manches ist auch wirklich schwer mit wenigen Worten auszudrücken, manches möchte er auch vielleicht einfach für sich behalten, wozu er ja auch jedes recht hat.

    Ich fand dieses "Interview" auf jeden Fall spannend durch die vielen kleinen Einblicke und Infos, die ich bislang nicht wusste über das Leben als Mönch, witzig und sehr erfrischend in der Art, wie der Pater mit den Fragen ganz offen umgeht; mit ihm würde ich gerne mal zusammensitzen und über Gott und die Welt diskutieren. Etwas schade sind natürlich die Kürze der Antworten, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, oder ja, einen Dialog, aber vielleicht kommt in dieser Richtung ja auch noch etwas in einer anderen Art von Format.
    Auf jeden Fall hat es ein neues Verständnis für diese Lebensentscheidung mitgebracht.
  • 5/5 Sterne

    Ich habe das Buch sofort nach Erhalt in einem durchgelesen. Auf sehr kurzweilige, unterhaltsame Art und Weise beantwortet Pater Nikodemus die unterschiedlichsten Fragen, was mal humorvoll, mal nachdenklich, und je nach Fragestellung durchaus fundiert und differenziert ist. Das Buch gibt Impulse, die die Neugierde wecken und Lust auf mehr machen. Absolut lesenswert!
  • 4/5 Sterne

    100 interessante Fragen und authentische Antworten

    Wer schon immer mal wissen wollte, wie Mönche so leben, Geld verdienen was sie für eine Altersvorsorge haben und wie sie zu verschiedenen Themen stehen, der ist hier genau richtig. Pater Nico Demos Schnabel beantwortet Fragen über alle Bereiche seines Lebens. Sowohl über seinen eigenen Glauben, seine Einstellung zur katholischen Kirche, der er eher angehört, aber auch ganz persönliche Fragen über Verliebtsein Sexualität und Tanzen.
    Ich finde die Fragen sind sehr gut gewählt. Die Antworten sind auch immer kurz und prägnant auf den Punkt gebracht. Manchmal finde ich jedoch hat er die Frage nicht ganz so zu meiner Zufriedenheit beantwortet. Das könnte allerdings Geschmackssache sein.
    Obwohl ich die Fragen spannend und seine Antworten authentisch und ehrlich finde, muss ich einen Stern abziehen. Das liegt schlicht und einfach daran, dass ich seine theologischen Auffassungen in den meisten Bereichen nicht teilen kann. Ob es fair ist dafür einen Stern ab zu ziehen? Vermutlich nicht. Denn das Buch bleibt ja an und für sich gut und spannend und es schadet auch nicht mal etwas zu lesen, bei dem man die Meinung eines anderen stehen lassen muss. Trotzdem hatte ich mit vielen theologischen Antworten große Schwierigkeiten, deshalb habe ich einen Stern abgezogen.
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